USA: Abstimmung über Stammzellenforschung in Kalifornien

In Kalifornien steht am 2. November 2004 eine Abstimmung über eine verstärkte Förderung der Stammzellenforschung auf den Wahlzetteln.

Forschung
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Der ehemaliger Supermann-Darsteller, Christopher Reeve, hat den Kampf für die Stammzellforschung zu einem seiner Schwerpunkte nach seinem Unfall gemacht. Nach dessen Tod hat die Diskussion um dieses Thema in den USA eine ganz neue Dynamik bekommen und sich zu einer der viel diskutierten Fragen im Wahlkampf entwickelt.

Während sich John Kerry und Arnold Schwarzenegger schon für die Lockerung der Restriktionen in diesem Forschungsbereich ausgesprochen haben, haben die WählerInnen in Kalifornien eine direkte Entscheidung zu diesem Thema zu treffen.

Unter den vielen Entscheidungen, die die WählerInnen am 2. November 2004 zu treffen haben, geht es auch um die Erhebung einer zusätzlichen Steuer zur Bereitstellung von Forschungsmitteln von 3 Milliarden US-Dollar fuer die nächsten zehn Jahre im Bereich der Stammzellenforschung.

Konkret geht es dabei um die so genannte Proposition 71, über die die WählerInnen in Kalifornien entscheiden können. Dieser Vorschlag sieht vor, dass ähnlich wie für die Finanzierung der Bildung und anderer Bereiche eine zusätzliche Steuer für die Stammzellenforschung erhoben werden soll, durch die in den nächsten zehn Jahren 3 Milliarden US-Dollar für die Forschung in diesem Bereich bereitgestellt werden soll.

Einem Bericht des US amerikanischen Fernsehsenders FOX NEWS zufolge, gibt es derzeit realistische Chancen, dass die ohnehin schon steuerlich hoch belasteten KalifornierInnen diesem zur Abstimmung stehenden Vorschlag zustimmen.

Einer neuesten Umfrage zufolge haben 46 Prozent der Wahlberechtigten ihre Zustimmung für die embryonale Stammzellenforschung in der Umfrage signalisiert. 39 Prozent sind dagegen und 15 Prozent zeigten sich noch unentschlossen. In dem VOX NEWS-Bericht wird vor allem kritisiert, dass die vor allem von vielen Wissenschaftlern geprägte Diskussion zum Teil durch starke Eigeninteressen geleitet sei.

So werde erwartet, dass die Aktienkurse von Unternehmen, die sich in diesem Bereich engagieren, erheblich steigen werden, wenn die Entscheidung für die embryonale Stammzellenforschung positiv ausfällt.

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