USA: Fahrtenvermittler Uber wegen Diskriminierung zur Zahlung von 1,1 Millionen Dollar verurteilt

Weil er einer blinden Frau mehrfach die Mitfahrt verweigert hatte, musste Fahrtenvermittler Uber nun der Frau 1,1 Millionen Dollar zahlen.

Eine Männerhand hält ein schwarzes Handy in der Hand, auf dem Bildschirm steht UBER
freestocks-photos auf Pixabay

Wie ‚Der Standard‘ berichtet, wurden Lisa Irving 14 bestellte Fahrten verweigert, da die Fahrerinnen und Fahrer sie und den Assistenzhund nicht transportieren wollten.

Nach eigenen Angaben hat sie durch dieses Verhalten Arbeitstermine, Arztbesuche, Geburtstagsfeiern und Weihnachtsmessen verpasst und musste sich bei Nacht und Regen um eine andere Transportmöglichkeit bemühen.

Gegenüber dem San Francisco Chronicle beschreibt Irving einen Vorfall, bei dem sie zuerst zwar einsteigen konnte, der Fahrer sich aber dann lauthals darüber beschwerte, dass er den Hund mitnehmen müsse. Laut Gesetz ist es aber erlaubt, Assistenzhunde mitzunehmen.

Diskriminierung mit Methode

Irvings Labrador Retriever-Mischling Bernie ist zwei Jahre lang ausgebildet worden und habe sich nie problematisch verhalten, so Irving. Die Klage wurde von einer Schlichtungsstelle entschieden. Diese stellte fest, dass es Uber verabsäumt hatte, Maßnahmen gegen Fahrerinnen und Fahrer zu setzen, die behinderte Kundinnen und Kunden diskriminieren.

Bei der Untersuchung von Vorfällen sollen interne Ermittler teilweise Tipps an Fahrerinnen und Fahrer gegeben haben, wie sie den Transport von Menschen mit Behinderungen verweigern können, mit Begründungen, die nicht als diskriminierend gelten.

In der Einigung geht es um 14 dokumentierte Fälle. Insgesamt sei Irving mehr als 60-mal die Mitfahrt verweigert worden. Reich wird Irwing durch den Schiedsspruch nicht. Den Großteil des Betrages braucht sie für die Begleichung von Anwalts- und Gerichtskosten. Irving bekam 324.000 Dollar an Schadensersatz zugesprochen.

Nicht das erste Mal

Für seinen Umgang mit blinden Kundinnen und Kunden und Assistenzhunden steht Uber nicht das erste Mal in der Kritik. 2014 einigte man sich mit dem nationalen US-Blindenverband auf 2,6 Millionen Schadensersatz. Auch in diesem Fall ging es um Passagierinnen und Passagiere, denen wegen ihrer Begleittiere, die Mitfahrt verweigert worden war.

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