USA: Wird der Blindenführhund bald durch einen Roboter ersetzt?

Forscherinnen und Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien arbeiten derzeit daran, den Blindenführhund durch einen vierbeinigen Roboter zu ersetzen.

Ein Mann mit Augenbinde wird von einem vierbeinigen Hund in einem Raum durch eine Gasse aus Fedex Kartons geführt. Rechts oben im Bild ist eine Kartenansicht des Raum mit Bewegungsmusster des Hundes und des Mannes.
University of California, Berkeley

Dieser Blindenführhund muss nie gefüttert werden und kann effektiver navigieren als Hunde aus Fleisch und Blut. Davon sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Berkeley überzeugt.

Auf der Basis des vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten Vierbeiner-Roboters Mini-Cheetah haben diese einen Blindenhund entwickelt. Ein echter Hund weiß nicht, wie man navigiert, sagt Projektleiter Zhongyu Li in einem Beitrag des Magazins t3n. Ein Roboterhund könne dies mittels GPS-Systems aber schon. Auch könne er mittels Sprachsteuerung bewegt werden.

Roboterhund effizienter

Der Roboterhund erspart seinen Besitzerinnen und Besitzern langfristige Kosten. Denn Blindenführhunde müssen ein aufwendiges Training absolvieren. Zwar kostet der Roboterhund im Moment noch genauso viel wie der lebendige Blindenführhund, aber er kann mit einer Software ausgestattet werden, die selbstständig lernt. Eine ausgelernte Software kann dann auch einfach an ein neueres Modell übertragen werden. Somit müsste man nicht erneut trainieren.

Man könnte somit mit der Zeit einen nahezu perfekten Blindenführhund haben, der zudem auch noch unsterblich ist, denn die einmal programmierte Software lebt ewig weiter.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Roboterblindenführhund noch nicht für den Alltagseinsatz bereit. Aber, wie man auf einem YouTube-Video erkennen kann, können die elektrischen Vierbeiner bereits jetzt gekonnt Menschen um Hindernisse herumführen.

Roboterhund kein Ersatz

Das meint zumindest Tim Stafford von der britischen Wohltätigkeitsorganisation Guide Dogs. Er hält es für unwahrscheinlich, dass der künstliche Blindenführhund einen echten Vierbeiner aus Fleisch und Blut ersetzen wird, da diesem die Beziehungskomponente fehlt. Für sehbehinderte Menschen sei der Blindenführhund auch ein Begleiter und Familienmitglied, erklärt Stafford.

Es ist diese tiefe Bindung, die die Beziehung einzigartig macht und so viel mehr ist, als nur eine Möglichkeit, sich sicher fortzubewegen.

Alpha Dog in China

Die Firma Weilan in Nanjing, China bietet einen Roboterhund als Spielgefährten und Hilfe im Alltag zum Kauf an. Die Kosten belaufen sich auf 5.000 bis 30.000 Euro. DerStandard hat dazu ein kurzes Video auf seiner Internetseite.

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Ein Kommentar

  • Meines Wissens dienen die Hunde auch als Partnerersatz und folgen Frau- und Herrchen sogar ins Bett. Vermute mal, dass die Roboter asexuell sind, ein weiterer, großer Nachteil.