Veranstaltung der Gemeinde Wiener Neustadt zum Frauentag

Am Freitag, den 6. März 2009 fand wie in den vorigen Jahren eine Veranstaltung der Gemeinde Wiener Neustadt zum Frauentag statt. Ein Artikel aus der Zeitung Eibisch-Zuckerl.

barrierefreies Bauen
unbekannt

Ich wäre ja gerne auch dabei gewesen (gratis Andrea Händler sehen wäre nicht schlecht), aber leider fand das Ganze nicht wie in den vorigen Jahren im BORG statt, sondern im überhaupt nicht behindertengerechten alten Rathaus. Vielleicht haben Sie schon in der NÖN die leider viel zu parteipolitisch geführte Diskussion darüber gelesen.

Die Gemeinde hat sich auch bemüht, eine Lösung für die Rollstuhlfahrerinnen unter den Besucherinnen zu finden: Zuerst hieß es, sie werden von Sanitätern hinaufgetragen, dann wurde im letzten Moment eine Treppenraupe angeschafft.

Aber wie so oft ist „gut gemeint“ das Gegenteil von „gut“. Treppenraupen sind an einen bestimmten Rollstuhl gebunden, das bedeutet, man muss sich vom eigenen in den vorhandenen Rollstuhl umsetzen, und ein Helfer trägt den eigenen Rollstuhl in den oberen Stock, wo wieder zurückgewechselt wird.

Es hört sich nicht nur mühsam an, es ist es auch. Vielen Behinderten ist so etwas unangenehm und auch nicht zumutbar. Was ich nicht verstehe: Es gibt ja Alternativen wie das BORG, wo die Barrierefreiheit gegeben ist. Warum muss man künstlich eine Situation verschlechtern? Langfristig muss sich die Stadt auch für das alte Rathaus eine tragbare Lösung überlegen.

Wie kommt jemand mit Rollstuhl zu einer Trauung, zum Gemeinderat, zum Bürgermeister? All das ist schließlich nicht ins neue Rathaus übersiedelt. Aber für Barrierefreiheit gibt es Experten, die man heranzieht, um eine praktikable und nicht zu teure Lösung zu finden, was auf jeden Fall sinnvoller wäre als so eine „Husch-Pfusch-Aktion“ wie die Anschaffung der Treppenraupe eine war.

Auch wenn sich die Gemeinde sonst bisher immer punkto Barrierefreiheit bemüht hat, gibt es leider in der Stadt noch immer einige unüberwindbare Hindernisse, die mit ein bisschen gutem Willen beseitigt werden könnten.

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