Viele Probleme im Zusammenhang mit Pränataldiagnostik sind ungelöst

PRENET-Sprecherin Mag. Helene Göschka warnt: "Bluttest in der Frühschwangerschaft ist keinesfalls harmlos. Probleme der Pränataldiagnostik bleiben bestehen bzw. werden sogar verschärft."

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Mit großem medialen Aufwand wurde im August in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich ein Bluttest auf den Markt gebracht, mit dem im Blut der Mutter beim ungeborenen Kind ein Down Syndrom diagnostiziert werden kann.

„Viele Probleme im Zusammenhang mit Pränataldiagnostik sind ungelöst. Da der Bluttest scheinbar harmlos ist, wird der Druck auf Eltern, Pränataldiagnostik in Anspruch zu nehmen, weiter steigen“, hält Mag. Göschka fest und wünscht sich mehr Vorsicht: „Wir sollten uns erst einmal mit den bestehenden Problemen der Pränataldiagnostik beschäftigen bevor ein neuer Test eingeführt wird.“

Unabhängige Beratung ausbauen und fördern

„Wir wünschen uns im Vorfeld der Tests viel mehr Information über die Aussagekraft pränataldiagnostischer Tests und die damit in Zusammenhang stehenden unabhängigen Beratungsmöglichkeiten“, führt Göschka weiter aus.

„Damit Frauen/Paare eine Chance haben, sich weitergehend beraten zu lassen, muss es eine Bedenkfrist zwischen medizinischer Aufklärung und Durchführung der Tests geben. Ebenso wichtig ist die Bedenkfrist nach Mitteilung eines positiven Befundes und der Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch.“

Dramatik für Paare nach positivem Befund ist enorm

„Fast alle ExpertInnen befürworten den Einsatz des Tests, weil er kein gesundheitliches Risiko darstelle. Fast verschämt wird allerdings in den meisten Berichten verschwiegen, dass es in der Praxis bei einem positiven Befund eines Down Syndroms in fast allen Fällen zu einem Abbruch der Schwangerschaft kommen wird“, so die PRENET-Sprecherin abschließend.

PRENET ist ein Netzwerk aus vielen Organisationen und Einzelpersonen, das sich seit 2007 kritisch mit dem Thema Pränataldiagnostik und der damit verbundenen gesellschaftlichen Problematik auseinandersetzt.

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