Vielfalt statt Auslese – Mehr Anstrengungen für Inklusion nötig

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, forderte heute mehr Anstrengungen für die Inklusion in Deutschland.

Antidiskirminierungsstelle des Bundes / Deutschland
Antidiskirminierungsstelle des Bundes

Auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sei Deutschland von deren bundesweiter Umsetzung noch weit entfernt.

„Vor allem von der Kultusministerkonferenz hätte ich mir einen mutigeren Zeitplan für mehr Inklusion in den Schulen gewünscht“, sagte Lüders. Deren Präsident, Bernd Althusmann, hatte vor wenigen Tagen verlauten lassen, bis der volle Zugang für Schülerinnen und Schülern mit Behinderung zu Regelschulen gegeben sein werde, würde es „noch Jahre dauern“.

Lüders kritisierte zudem, dass die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Umsetzung der Konvention nicht rechtlich verbindlich sind. „Schülerinnen und Schülern mit Behinderung und deren Eltern droht damit ein Zwei-Klassen-System zwischen einigen Ländern, die eine schnelle Umsetzung forcieren und denen, die auf die Bremse treten“.

Dabei hätten „alle Kinder und Jugendlichen das Recht auf einen diskriminierungsfreien Zugang zu inklusiver Bildung auf Regelschulen“, so Lüders. „Exklusiver Unterricht heißt Selektion – das ist weder zeitgemäß noch pädagogisch sinnvoll.“

Lüders verwies darauf, dass Vielfalt im Schulunterricht die individuelle Leistungsentwicklung fördere: „Vielfalt macht neugierig. Vielfalt schafft Empathie und ist das beste Mittel zur Integration.“

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