Vom gemeinsamen Lernen zum gemeinsamen Lehren

In Gaza gibt es jetzt die erste Lehrerin mit Down-Syndrom.

Lehrerin Hiba Al Sharfa
Al Bawaba

Lehrerinnen und Lehrer dienen den Schülerinnen und Schülern als Identifikationsfigur und als Vorbild. Deshalb ist es nicht nur aus Gründen der beruflichen Inklusion richtig, dass es Lehrerinnen und Lehrer mit Behinderungen gibt.

Das wohl bekannteste Beispiel für einen Lehrer mit Behinderung ist der 42-jährige Pablo Pineda. Er ist der erste Mann mit Down-Syndrom, der einen Universitätsabschluss hat. Seit 2009 unterrichtet er an einer Schule in Córdoba. Seine Geschichte wurde auch verfilmt. Auch Tobias Wolf hat eine solche Erfolgsgeschichte. Er ist zweisprachig aufgewachsen und hat in der USA die High School absolviert. Jetzt unterrichtet er Englisch an einer Montessorischule in Bayern.

Hiba Al Sharfa aus dem Gaza-Streifen

Das neueste Beispiel für gelungene Inklusion auch im Lehrerzimmer ist Hiba Al Sharfa aus dem Gaza-Streifen. Sie unterrichtet bei der NGO Right to Live Kinder mit Down-Syndrom. Ziel ihrer Arbeit ist es, die Kinder in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren. Rund 400 Kinder mit Down-Syndrom werden von der Organisation in Tanz, Handwerk und Lebenskompetenz unterrichtet.

Trotz dieses Beispiels für Inklusion schneidet die Gesellschaft noch sehr schlecht ab, wenn es um die Akzeptanz von Kindern und Jugendlichen mit diesem Syndrom geht, so der Leiter des Zentrums Nabil Aljaneed. Das Zentrum bietet deshalb zahlreiche Workshops und Aufklärungsprogramme für die Menschen in Gaza an.

Österreich ist diesem positiven Beispiel bisher leider noch nicht gefolgt; zumindest ist uns diesbezüglich nichts bekannt. In der Textreihe „Nachhilfe für einen Sektionschef: So geht Inklusion in der Schule“ haben wir bereits auf diesen Nachholbedarf hingewiesen. Denn Inklusion muss nicht nur im Klassenzimmer stattfinden, sondern sich auch auf das Lehrerzimmer ausdehnen.

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