Vom Objekt zum Subjekt

Erklärung des europäischen Netzwerkes zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL)

ENIL
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Wir, behinderte Menschen von 17 europäischen Staaten, die schon seit mehr als 10 Jahren in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen aktiv sind und vom 28. – 30. März 1995 im Schloß von Dublin in Irland anläßlich des Symposiums „Behinderung: Investition nicht Bürde“ zusammen kamen, sind mit der Art und Weise wie das Thema Behinderung gegenwärtig behandelt wird und wie das Geld auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ausgegeben wird, höchst unzufrieden:

Grundsätzlich kritisieren wir, daß behinderte Menschen häufig als passive Objekte anstatt als aktive Subjekte behandelt, passiv und abhängig gehalten sowie ausgesondert werden. Nachdem wir viele innovative Programme zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens Behinderter aufgebaut haben, die von behinderten Menschen selbst betrieben und kontrolliert werden, ist es an der Zeit, daß wir in eine neue Phase der Behindertenpolitik und deren Förderung eintreten, nämlich Weg von passiven Objekten hin zu aktiven Subjekten!

Daher fordern wir:

  1. Das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben Behinderter (ENIL) muß als Repräsentant der Zentren für selbstbestimmtes Leben Behinderter in Europa anerkannt und entsprechend gefördert werden.
  2. Wir schlagen die Förderung eines Europäischen Zentrums für Behindertenstudien vor, das von Behinderten betrieben und kontrolliert wird und das die Politik und Praxis, die unser Leben berührt, erforscht und begutachtet.
  3. Wir appellieren an alle nationalen Regierungen und die europäischen Institutionen in den Maastrichter Vertrag eine Antidiskriminierungsbestimmung für behinderte Menschen mit aufzunehmen.

Diese Resolution wurde während des Symposiums „Behinderung: Investition nicht Bürde“ vom 28. – 30. März 1995 in Dublin, Irland verabschiedet.

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