Kira Grünberg

Warum man von Kira Grünberg und Co kaum mehr was hört

Profil: „Sie waren die Aushängeschilder im Nationalratswahlkampf von Sebastian Kurz. Danach hörte man kaum noch etwas von Kira Grünberg, Rudolf Taschner und den anderen prominenten Quereinsteigern. Dürfen sie nicht reden - oder wollen sie nicht?“

Die neue Volkspartei
ÖVP

Am 31. Oktober 2018 veröffentlichte Profil einen Artikel mit dem Titel „ÖVP: Warum hört man nichts mehr von den prominenten Quereinsteigern?“.

In dem kritischen Beitrag ging die Profil-Autorin Christina Pausackl der Frage nach, welche Rolle und welchen Stellenwert ÖVP-Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger wie Kira GrünbergRudolf TaschnerMaria Großbauer und weitere nun in der ÖVP haben.

Nach der Wahl gilt ihre Aufgabe als erfüllt

„Meist werden sie nur als Stimmenmagneten für Parteien angeworben. Nach der Wahl gilt ihre Aufgabe als erfüllt. Und tatsächlich hält sich der Großteil nur wenige Jahre in der Politik“, ist dem Artikel zu entnehmen. Kann es wirklich stimmen, dass all diese medienwirksamen Personen von Sebastian Kurz nur für den Wahltag ausgesucht und inszeniert wurden und nun 1 Jahr nach der Wahl keine, wie auch immer geartete Relevanz in der täglichen ÖVP-Politik im Parlament haben?

Folgt man den Profil-Artikel dürfte da etwas dran sein. Und viele von ihnen dürften sich mit dieser Statisten-Rolle abgefunden haben. Politologe Fritz Plasser erklärt: „Die Loyalität der Quereinsteiger sei ganz auf Kurz fokussiert, weil sie von ihm persönlich ausgewählt wurden.“

Was an Kira Grünberg kritisiert wird

Jene Person, die mit dem meisten Medienrummel ins Parlament eingezogen ist, wird nun besonders kritisch beobachtet. Für viele ist nicht nachvollziehbar, warum die prominente Quereinsteigerin – wie ihre Kolleginnen und Kollegen – derart abgemeldet ist. „Dürfen sie nicht reden – oder wollen sie nicht?“, fragt das Profil. „Das gesteuerte Schweigen der Kira Grünberg“, titelte auch die „Tiroler Tageszeitung“. 

Die Tirolerin Grünberg fiel häufig durch Aktivitäten jenseits ihrer Abgeordnetentätigkeit auf. Doch wenn sie sich inhaltlich äußerte, wurde sie sofort diszipliniert. Als sie sich für die Abschaffung der Sonderschule aussprach, schlug eine Welle der ÖVP-Empörung über ihr zusammen und seither vermeidet sie es, Substanzielles zum Thema von sich zu geben.

„Kira Grünberg will von allen gemocht werden und es allen recht machen. Für ein Dasein als Politikerin sind das besonders schlechte Voraussetzungen“, resümiert das Profil. 

Sie will Sprachrohr der behinderten Menschen im Parlament sein. Gemessen an diesem Ziel ist die Bilanz ihres ersten Jahres als ÖVP-Abgeordnete und Behindertensprecherin höchst ernüchternd; wenn auch nicht überraschend.

Aber ihre politische Tätigkeit möchte sie länger ausüben, verrät sie der Tiroler Tageszeitung: „Ich kann mir durchaus vorstellen, in den nächsten zehn oder fünfzehn Jahren in der Politik zu bleiben.“

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21 Kommentare

  • Es geht nicht um die Frage, warum man von Kira Grünberg nichts mehr hört. Es geht auch nicht um das Jammern, dass F.J. Huainigg eventuell gerne weiter gemacht hätte. Es geht vielmehr darum, offizielle Behindertenvertretungen, ihre Proponenten und ihr (Nicht-) Tun in Frage zu stellen. Und es geht letztendlich um uns behinderte Menschen selbst, unsere Rolle als „schweigende Lämmer“ (überspitzt) zu überdenken und Teil einer sichtbaren und lautstarken Zivilgesellschaft zu werden, die für ihre Menschenrechte demonstriert und kämpft.

  • Ich glaube wir müssen hier von etwas anderem ausgehen: Wie viel Fachwissen sie hat ist für diejenigen die über ihre Zukunft entscheiden ziemlich irrelevant.
    Sie war ein guter Marketinggag der seine Schuldigkeit getan hat, und wenn sie schön brav ist und nicht aufmuckt läßt Kurz sie vielleicht noch ein paar Jahre länger im Parlament sitzen. Zwischen ihr und manchen anderen Quereinsteigern gibt es einen Unterschied: Diese waren fachlich in ihren Bereichen bis zu einem gewissen Punkt erfahren. Grünberg ist quasi frisch aus der Reha gekommen und gleich ins kalte Wasser geschmissen worden, ohne jeden Bezug zur Behindertenbewegung. Zum Einarbeiten bleibt leider nur beschränkt Zeit, wenn man sich vorrangig um Fotos kümmern muss. (Siehe Empfang in Abudabhi. So kann man vielleicht das Gehalt absichern und die Jobchancen außerhalb der Politik stünden für sie wohl nicht so toll).
    Ihr mache ich KEINEN Vorwurf und bin mir auch sicher, dass sie mit guten Absichten in dieses Geschäft eingestiegen ist. Aber ihr war einfach nicht bewußt auf was sie sich da einläßt. Die Frage ist auch wie lange sie körperlich durchhält. (Auch wenn manche es nicht glauben dieser Job geht ganz schön an die Substanz). Und sie hat auch schon in einem Interview festgehalten, das sie auf keinen Fall Ministerin werden will.
    Übrigens: Ich kann euch aus sicherer Quelle sagen, das FJH gerne weitergemacht hätte, aber dies von Kurz und Kollegen nicht gewünscht war. Und wenn zwischen den Fototerminen mal Zeit bleibt stehen die Beiden auch im ständigen Austausch.
    Das ist für uns zwar traurig, aber leider nun mal die Realität!

  • Yasemin, beten für Kira, dass sie sich äußern kann und ihre Ideen fruchten. Ich wünsche mir, dass sie sich frei äußern kann, ohne Klubzwang oder/und Maulsperre.

    • Beten halte ich für eine Zeitverschwendung.

  • Na immerhin hat sich Frau Grünberg erst einmal bemüht und wird zum Schweigen gebracht. Da besteht Hoffnung, würde ich meinen.

  • Ich bin nur enttäuscht, wie schnell sich BK Kurz seinen Blickfängen entledigt hat. Huanigg ist kompetent, KG kann es auch werden… aber wer von frei Schuld ist, werfe den ersten Stein. Man merkt ja das gleich.

  • 14 Vorzugsstimmen in der eigenen Gemeinde von KG sagen alles…
    Wer dem BK zu nahe kommt, fliegt hochkant raus oder auf die Hinterbank.
    Auch wenn ich ein konservativ-liberales Weltbild habe, bin ich von
    der ÖVP neu oder besser von den Türkisen enttäuscht…
    Wo ist das Statement von BK Kurz rund um die unglückliche Geschichte
    in Bezug auf das Auto von KG? BM Kickl spielte bei ihrer ersten Rede mit
    Genuss auf der Regierungsbank mit seinem Smartphone. Respekt schaut
    anders aus.

  • Die ÖVP neu / oder besser: die Türkise ist eine reine Führerpartei, in der – message Control hin oder her – letztlich nur einer was zu sagen hat: das ist die FPÖ-Riege, die das Schweigen des Kanzlers öffentlich positioniert. Kira und Co waren dementsprechend bereits vor der Wahl abgemeldet und bestenfalls für ein nettes Foto neben ihrem „Chef“ zu gebrauchen.

  • Zu KG und Co.: nach dem Motto .. .der Mohr hat seine Schuldigkeit getan … Quotenbringer …und jetzt ein lästiges Anhängsel – verbannt auf die hinteren Bänke …

  • Ich möchte mich bei Ihnen, XY, entschuldigen, falls ich etwas Blödes geschrieben habe. KG wurde eiskalt ins Wasser geworfen und muss nun schauen, wie sie ans Ufer schwimmen muss. Viele Sachen waren unglücklich, aber ich glaube, dass Sie sich schon noch beweisen wird. Dass der BK sie nur als Blickfang wählte, ist klar. Man muss nur die Fotos ansehen, und man erkennt ohne politische Zusammenhänge die Distanz. Dr. Huanigg ist ein guter Mann gewesen, aber vielleicht wollte er unter BK Kurz nicht arbeiten…

    • Dr. Huainigg hätte unter Kurz schon weiter sein Mandat als Behindertensprecher ausüben wollen. Er war ja fachlich sehr kompetent, und daher, so denke ich zum Thema Menschen mit Behinderungen, in seiner Meinung und seinem Fachwissen nicht inhaltsgleich mit Kurz (Sonderschulen etc.), FJH war und ist auch kein herzeigbarer Promi für Kurz gewesen, denke ich. Also ohne Promifaktor ging da nix, deshalb musste Dr. FJH er KG weichen, die ja angeblich Promi ist. 14 Vorzugsstimmen in der eigenen Gemeinde, ja das war es dann auch schon.

  • ich frage mich, ob nur Kira Grünberg als „Sprachrohr der behinderten Menschen im Parlament“ zur Verfügung gestanden ist. Oder ob es jemanden gab, der schon von vornherein bessere Voraussetzungen für dieses Amt mitgebracht hätte. Wenn alle „Quereinsteiger“ Jahre brauchen um sich einzuarbeiten, dann muss man sich fragen : wer dient wen?

    • Ja, hätte Mann gehabt. Hätte nur kurz daran denken können, dr. huainigg nicht aus dem Team zu nehmen. doch Mann wollte lieber eine neue, die auch dazu noch (ein bisserl), zumindest in Tirol, bekannt war.

  • warum wird nicht auch von allen anderen „quereinsteiger*nnen“ und deren los in den anderen parteien bzw. fraktionen berichtet, ich empfinde die obige(n) darstellung(en) als eher einseitig orientiert und motiviert (sorry)

  • Ich ernenne Sie, XY zum Bundespräsident, wenn Sie alles nach 100 Tagen wissen und alle Gesetze kennen und Österreich in die Dritte Republik führen werden.

    • Sie haben Recht, in 100 Tagen muss und kann niemand alle Gesetze kennen. Das wird auch in 1.000.000 Tagen nicht möglich sein, da sich ja laufend Etwas ändert. Ich darf jedoch schon damit rechnen, dass es möglich sein müsste, nach 100 Tagen das Fachwissen für den gewählten Bereich ein bisserl zu haben. Eigentlich sollte ein Fachwissen ja schon vorher vorhanden sein und die ersten 100 Tage sollten dem Einarbeiten in die neue Struktur etc. dienen. Niemand verlangt von Frau KG dass sie gescheiter sein soll, als der Rest der Welt. Es wäre nur ein größeres Allgemeinwissen im Fach gefragt. Franz Joseph Huainigg fragen, der hatte Fachwissen schon vorher gehabt und ist nicht als Lehrling für diese Materie daher gerollt.

  • Liebe Frau Winter, wie kann man mit Ihnen in Verbindung treten?
    Sie scheinen auch eine Unterstützerin von Kira zu sein. Leider hat
    sie keine Rückendeckung. Der Text im Profil ist diffamierend und
    unterstellt, Kira habe keine oder wenig Meinung.
    Liebe Grüße Max

    • Hier meine Mail-Adresse darknimue@yahoo.de. ja, ich mag Kira.

  • 1. Man soll PROFIL nicht alles sofort glauben, sind dort die Redner-Anzahlen der Kritisierten verzeichnet ?
    2. Noch vor Grünberg: Ich sehe selten die Parlamentsdebatten im Fernsehen, habe aber Taschner schon zweimal gesehen – und (!! ! ! ! ! !!) er hatte nie ein Redemanuskript vor sich liegen. Schon deswegen sind mir 2 Reden von ihm lieber als 20 von zahlreichen Abgeordneten, denen man einen Deutschkurs UND einen Rhetorikkurs anbefehlen sollte.
    3. Bin ich der Meinung von Frau Winter, einer jungen, neuen Abgeordneten muss man schon eine gewisse Zeit geben.
    UND 4. Man sollte sich einmal mit der Schmutzkampagne gegen sie beschäftigen.

  • Ich habe mich schon ein paar Mal wegen Probleme an Kira Grünberg persönlich gewandt. Sie hat immer versucht zu helfen. Das war doch von vorne herein klar, dass sie wenig Erfahrung hat. Ich denke man muss ihr einfach Zeit lassen.

    • die ersten 100 Tage sind schon sehr lange vorbei!