Was ist eigentlich Barrierefreiheit?

Das wissen nur behinderte Menschen selbst. Und nicht einmal jede Behindertengruppe kennt wirklich die Bedürfnisse einer anderen, kann nachvollziehen, was ihren Alltag erschwert und sie ein- und beschränkt.

Helene Jarmer
BIZEPS

Barrierefreiheit aus der Perspektive von behinderten Menschen selbst, ist auch eine relativ neue Perspektive für die Politik. Ich habe die Anregungen seitens Eva Papst, sowie ihre berechtigte Kritik mit großem Interesse aufgenommen.

Die Grünen sind für viele positive politische Impulse bekannt. Unter anderem auch dafür, dass sie sich mit Ernsthaftigkeit und Engagement für Barrierefreiheit einsetzen. Dass nicht betroffene Menschen schwer den Zugang zur für behinderte Menschen erforderlichen „technischen“ Barrierefreiheit finden, sollte man denjenigen, die sich engagieren, nicht vorwerfen.

Vielmehr liegt es an uns, sie auf Missverständnisse und Unbedachtheiten aufmerksam zu machen, sie zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, weiterzumachen, statt sie zu verschrecken. Denn Angst, etwas falsch zu machen, ist oft der Grund (manchmal natürlich auch die Ausrede) etwas gar nicht zu machen/zu thematisieren.

Genau in diesem Zusammenhang sehe ich meine Kernaufgaben: Die Gesellschaft, die Politik und die Vermittler, die Medien für diese Themen zu sensibilisieren und zu ermutigen, neue Sicht-, Denk- und Sprechweisen anzunehmen. Und natürlich werden wir zuallererst innerhalb der Reihen der Grünen beginnen. Seitens der Grünen ist man in vielerlei Hinsicht schon sensibilisiert, aber Wissen aus erster Hand bekommt man eben nur aus erster Hand.

Die Homepage der Grünen ist schon in Bearbeitung. Wir nehmen die Kritik also äußerst ernst und wollen absolute Barrierefreiheit erreichen – was in einer harten Wahlkampfphase nicht einfach ist. Dennoch: Wir haben unser Ziel auch hier klar vor Augen. Nämlich den verschiedenen Behindertengruppen auch absoluten Zugang zu unseren Informationen zu verschaffen.

Darüber hinaus möchten wir als positives Signal auch ÖGS-Videos samt Tonverlinkung einblenden. Das Wahlprogramm der Grünen wird gerade um das Teilprogramm Barrierefreiheit erweitert – und wir werden in der Politik Taten sprechen lassen. Die Grünen nehmen das Thema Barrierefreiheit ernst. Und die Grünen nehmen die Menschen, deren Würde und Rechte ernst.

Es gibt nicht „den Behinderten“, es gibt nicht den Menschen. Wir sind alle Individuen mit individuellen Bedürfnissen. Wir müssen vor allem Missverständnisse und Ängste abbauen. Diesen Prozess muss auch die Politik fördern. Darauf gründet mein politisches Engagement.

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0 Kommentare

  • @Bernhard Hruska: Leider kennen sich die Entscheidungsträger, Bezirkspolitiker, Gemeinde- und Landespolitiker usw. die, die politische Entscheidungen treffen, nicht aus, bzw. schieben immer wieder inkompetente Beamte vor, die gegen jeder rationellen Vernunft tatsächliche Barrierefreiheit verhindern. Was die rechtlichen Vorgaben betrifft, gebe ich Dir recht, doch dies wird, bzw. versucht es aus kurzsichtig finanziellen Gründen zu verhindern.

  • Nein Danke. Entschuldigung aber so weit waren wir schon vor über 20 Jahren. Wir haben keine Zeit für Nachhilfe zum Thema Barrierefreiheit. Behinderte Menschen, betroffene ExpertInnen und Fachleute auf der ganzen Welt wissen schon lange die Details über Barrierefreiheit, auch die Grundsatzdiskussionen haben wir seit Jahrzehnten hinter uns.
    Sensibilisieren? Wir brauchen für Barrierefreiheit klare rechtliche Vorgaben, einklagbar, direkt verknüpft als Vorraussetzung für Förderungen, mit Sanktionen. Als wichtigstes benötigen wir eine verfahrenrechtliche Kontrolle zur Qualitätssicherung, Menschenrechte, Gleichstellung und Integration sind für mich keine neuen Denkweisen! Zur Baukultur und Verantwortung wurde z.B. im Auftrag der Bundesregierung 2006 der Baukulturreport verfasst (baukulturreport.at) mein Kapitel ist zu finden unter http://www.baukulturreport.at/index.php?idcat=9

  • Viel bla bla