Wechsel im Amt des Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz

Der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, wird zum Jahresende aus persönlichen Gründen aus dem Amt ausscheiden. Das teilte Sozialministerin Malu Dreyer am 21. September 2012 in Mainz mit.

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul

„Ich akzeptiere die Entscheidung schweren Herzens und bedauere sie sehr, denn Ottmar Miles-Paul hat in den vergangenen Jahren in Sachen Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen viel bewegt“, sagte die Ministerin. Als Nachfolger werde sie dem Kabinett Matthias Rösch vorschlagen, der in der Politik für und mit behinderten Menschen ebenfalls viel Erfahrung, Engagement und Kompetenz mitbringe.

„Ottmar Miles-Paul hat in seiner fünfjährigen Amtszeit vor allem durch seine vermittelnde und engagierte Art viele Verbündete für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gewonnen“, erklärte Malu Dreyer. „Die weitgehend barrierefreie Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die mittlerweile 26 Zielvereinbarungen mit Unternehmen für mehr Barrierefreiheit oder die Entwicklung neuer Wohnformen für behinderte Menschen mitten in der Gemeinde wurden durch sein Engagement hier in Rheinland-Pfalz entscheidend mitgeprägt.“

Matthias Rösch, der selbst einen Rollstuhl und persönliche Assistenz nutzt, engagiert sich schon seit über 20 Jahren in Rheinland-Pfalz und über die Landesgrenzen hinaus für die Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen. Während seiner fast zehnjährigen Tätigkeit als Referatsleiter im rheinland-pfälzischen Sozialministerium hat er sich intensiv mit Fragen der Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und vor allem mit der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen befasst. „Diese Erfahrungen bringt er in das neue Amt ein und wird sicherlich vieles für Menschen mit Behinderungen bewegen können. Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit mit Matthias Rösch“, so Malu Dreyer.

Für den 46jährigen Matthias Rösch, der das Amt des Landesbehindertenbeauftragten im Januar 2013 antreten wird, steht vor allem die weitere Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ganz oben auf der Agenda. „Um Inklusion, also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen mittendrin und von Anfang an, zu erreichen, brauchen wir sehr viele Verbündete. Daher setze ich mich dafür ein, dass möglichst viele Verbände, Kommunen, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kirchen gemeinsam mit uns an einem Strang ziehen, um die Inklusion Wirklichkeit werden zu lassen“, so Matthias Rösch.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • @Rösli: Ja, könnte durchaus sein. Besonders, wenn es Relevanz hat. Bei dieser Meldung über Ottmar Miles-Paul sie auch gesagt, dass er eine der herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Selbstbestimmt-Leben-Bewegung ist und dies schon deswegen von Interesse ist.

  • @Rösli: Will es hoffen! Auch kiel zählt zu jenen Städten bei denen es nicht schaden kann, wenn man am Laufenden ist, was dort passiert.
    Übrigens: Ein Beitrag über wiener Behindertenparkplätze ist für einen Kärntner auch nicht so hoch interessant. Ich denke so tollerant, dass wir uns nicht über jeden Beitrag aufregen der uns nicht interessiert sollten wir schon sein!

  • Schreibt Bizeps jetzt auch, wenn in Kiel der Behindertenbeauftragte weschelt? RP ist jetzt für Wiener nicht wirklich interessant.