Wehsely: Pflegegelderhöhung kommt 81.000 WienerInnen zugute

Auch demenzkranke Menschen und behinderte Kinder profitieren

Sonja Wehsely
Peter Rigaud

Die Erhöhung des Pflegegeldes um vier bis sechs Prozent ist ein großer und wichtiger Schritt für alle betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen in Österreich. Allein in Wien profitieren davon über 68.000 Menschen. „Dazu kommen noch über 13.000 WienerInnen, die Landespflegegeld beziehen“, erklärt die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely und verspricht gleichzeitig: „Auch die Stadt Wien wird analog zum Bund das Landespflegegeld erhöhen“.

Zusätzlich zum höheren Pflegegeld gibt es auch eine verbesserte Einstufung für schwerbehinderte Kinder und Jugendliche sowie für demenzkranke Menschen. „Gerade für diese Gruppen war die Erhöhung des Pflegegeldes und die bessere Einstufung unbedingt notwendig,“ betont Wehsely, „denn vor allem demenzkranke Menschen haben einen stetig steigenden Pflegebedarf.“

Nach der jetzigen Pflegegelderhöhung soll es aber weitergehen. Wehsely verweist auf einen Beschluss der LandessozialreferentInnen: „Wir haben uns darauf geeinigt, dass es eine mindestens zweistellige Erhöhung geben soll und danach eine regelmäßige Wertanpassung notwendig ist. Damit sind auch von der zukünftigen Bundesregierung weitere Schritte gefordert.“
Die Stadt Wien gibt derzeit 681 Millionen Euro im Jahr für ambulante und stationäre Pflege aus. Acht Beratungszentren vermitteln Leistungen an rund 25.000 WienerInnen, zu denen täglich ein mobiler Dienst wie Essen auf ädern, Heimhilfe oder Reinigungsdienst kommt.
Bis 2015 werden die großen stationären Einrichtungen in sechs neue Wohn- und Pflegehäuser und drei innovative Wohnprojekte übersiedelt, die aus einer Zusammenarbeit des Krankenanstaltenverbunds mit dem Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser entstehen. Für die Errichtung investiert die Stadt Wien insgesamt mehr als 350 Millionen Euro. Im stationären Bereich bietet Wien derzeit mehr als 8.500 Pflegeplätze und diese Zahl wird bis 2015 auf 10.000 ansteigen.

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