Wehsely: Stadt Wien erweitert Aufklärung über Gräueltaten der NS-Medizin

Dauerausstellung im Otto-Wagner-Spital ab jetzt auch samstags geöffnet

Gedanktafel eines Euthanasieopfers
Wassermann, Franz

„Mir ist es ein großes Anliegen, einen wesentlichen Beitrag zur historischen Aufklärung über die Gräueltaten der Nationalsozialisten in Österreich zu leisten, besonders was den Umgang der NS-Medizin mit psychisch erkrankten oder behinderten Menschen betrifft“, betonte Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely zur Erweiterung der Öffnungszeiten der Ausstellung und Gedenkstätte „Der Krieg gegen die ‚Minderwertigen‘. Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien“ im Otto-Wagner-Spital (OWS). Diese ist ab sofort auch samstags von 14 bis 18.00 Uhr geöffnet.

„Nach einer Erweiterung der Ausstellung im letzten Jahr ist der Besuch deutlich gestiegen“, so Wehsely, daher habe man bereits Anfang des Jahres mit der entsprechenden Planung für die längeren Öffnungszeiten begonnen, um dem Interesse der Bevölkerung nachzukommen.

Die Dauerausstellung im OWS, finanziert von der Stadt Wien (Wiener Krankenanstaltenverbund und MA 7 – Kulturamt), mit Unterstützung durch den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus wurde 2008 vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) inhaltlich ebenso aktualisiert, wie auch die Website. Beides wurde überaus erfolgreich angenommen.

Die Ausstellung, die bisher von Mittwoch bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr besucht werden konnte, wurde seit der Neueröffnung von insgesamt 67.000 Personen genutzt. Durch die besucherfreundlicheren Öffnungszeiten sollen nun auch jene Interessierten die Möglichkeiten haben, die Ausstellung zu besuchen, die wochentags verhindert sind. Nach einem Jahr ist eine Evaluierung der zusätzlichen Öffnungszeiten geplant.

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0 Kommentare

  • Hoffentlich wird auch geschichtlich aufgeklärt, was es mit Julius Tandler auf sich hatte, schließlich wird das Wiener Jugendamt (MAG 11) nach ihm benannt!
    Tandler vertrat mehrfach in Aufsätzen und Vorträgen die Forderung nach der Vernichtung bzw. Sterilisierung von „unwertem Leben“. Heimat bist du „großer Söhne“! Und so ehren wir heute immer noch die Geister, die wir riefen und nun nicht wirklich loswerden wollen …!

  • die frau wehsely sollte sich lieber endlich mal um die behinderten in der jetzigen zeit kümmern. das wäre mehr vom nutzen als das vergangenheits geschwafel