Weil es um die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen geht

Die WAG Assistenzgenossenschaft fordert am 28. 9. eine bundesweit einheitliche und bedarfsgerechte Persönliche Assistenz, die auch faire Arbeitsbedingungen für Persönliche Assistent:innen schafft, Barrierefreiheit, Lohn statt Taschengeld und einen barrierefreien Zugang zu Bildungsangeboten.

Roswitha Schachinger spricht bei der Inklusionsdemo
BIZEPS

Seit Jahren treten Menschen mit Behinderungen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich ein. Am 6. Juli 2022 wurde trotz Kritik von Behindertenverbänden und Interessensvertretungen der Nationale Aktionsplan (NAP) Behinderung beschlossen.

“Der NAP ist zahnlos und spart strukturelle Veränderungen, die es für die Inklusion behinderter Menschen wirklich braucht, aus.“, meint Roswitha Schachinger, Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrates und Vorständin der WAG Assistenzgenossenschaft.

„Die Forderungen an die Politik umfassen wesentliche Eckpfeiler der Gleichstellung behinderter Menschen und deren Teilhabe oder besser gesagt „Ganzhabe“ an der Gesellschaft.“, erklärt Jasna Puskaric.

„Es kann nicht sein, dass Menschen wie ich, die einen hohen Assistenzbedarf haben, in keinem einzigen Bundesland genügend Persönliche Assistenz zur Verfügung haben, um selbstbestimmt zu Leben. Das drängt uns wieder in Abhängigkeiten von Familienangehörigen, Partner:in und Freund:innen.“, erklärt die Vorständin der WAG Assistenzgenossenschaft.

Christoph Dirnbacher, geschäftsführender Vorstand der WAG Assistenzgenossenschaft. ergänzt: „Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die schlechte finanzielle Ausstattung von Persönlicher Assistenz. Teilweise wurden die Stundensätze für soziale Dienstleistungen und auch Persönliche Assistenz Jahre lang nicht an die Inflation angepasst. Behinderten Menschen droht nicht nur die Armutsfalle, sie geraten in persönliche Notsituationen. Dann ist z.B. Schlafen im Rollstuhl oder wenig Trinken, um nicht auf die Toilette zu müssen, der einzige Ausweg.“

Die Inklusionsdemo ist eine Aktion, um den Anliegen behinderter Menschen Gehör zu verschaffen. Denn nur wenn die Politik Rahmenbedingungen gestaltet, die Inklusion erlauben, können Menschen mit Behinderungen selbst entscheiden, wie sie wohnen möchten, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und am politischen und öffentlichen Leben teilnehmen. So wie es die Behindertenrechts-Konvention verlangt.

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