Weltnachrichten: Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen

Die Austrian Development Agency (ADA) setzt in Äthiopien mit „Bridging the Gap“ ein Vorzeigeprojekt der EU für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen um. Was notwendig ist, damit diese ein gleichberechtigtes Leben führen können, thematisieren die aktuellen Weltnachrichten, das Magazin der ADA.

Austrian Development Agency
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Menschen mit Behinderungen werden oft als die größte Minderheit bezeichnet. Sie stellen 15 Prozent der Weltbevölkerung oder rund eine Milliarde Menschen. 80 Prozent davon leben in Entwicklungsländern.

Hier ist der Kreislauf von Armut und Behinderung besonders stark ausgeprägt. Denn wo soziale Infrastruktur und Gesundheitsversorgung fehlen, treten mehr Krankheiten und Unfälle auf, die Behinderungen zur Konsequenz haben.

ADA setzt auf Inklusion

„Wir unterstützen deshalb Projekte zur Förderung von Inklusion und streben danach, Menschen mit Behinderungen als Zielgruppe direkt einzubeziehen“, sagt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency.

Im Auftrag der Europäischen Union setzt die ADA derzeit das Projekt „Bridging the Gap“ in Äthiopien um, ein EU-Vorzeigeprojekt im Bereich der Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sollen dort auch für sie Realität werden.

Den kleinen Himalayastaat Bhutan begleitet die ADA dabei, seine erste Behindertenpolitik zu formulieren und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu ratifizieren.

Besonders schwierig ist die Lage für Menschen mit Behinderungen, die auf der Flucht sind. Das sind weltweit an die zehn Millionen Menschen.

In Jordanien unterstützt die ADA deshalb ein Hilfsprojekt, das syrische Flüchtlinge, aber auch Betroffene aus der jordanischen Gastgemeinschaft beruflich ausbildet und ihnen dadurch den Einstieg in den jordanischen Arbeitsmarkt erleichtert.

Meilensteine auf dem Weg zu Inklusion

„Im Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik ist die Inklusion von Menschen mit Behinderungen verankert. Mit einem verpflichtenden Sozialprüfungsverfahren stellen wir seit 2015 sicher, dass in allen internationalen Projekten und Programmen die Rechte aller Betroffenen gewahrt werden – insbesondere auch von marginalisierten Gruppen wie Menschen mit Behinderungen“, so Ledolter.

Das ist ein wichtiger Schritt, um dem Leitprinzip der Agenda 2030 – niemanden zurückzulassen – gerecht zu werden.

Weitere Inhalte der Weltnachrichten 1/2019:

Titelbild: Weltnachrichten, Nr.1/2018 - Leave no one behind: Inklusion jetzt!
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  • „Die Menschen nennen mich nun Lehrerin“: Geschichten über ein selbstbestimmtes Leben von Frauen mit Behinderungen in Kambodscha, Mosambik und im Südsudan.
  • Power-Brüder auf der Überholspur: Mit einem UN-Hilfsprogramm finden Menschen mit Behinderungen in Bosnien und Herzegowina einen Job.
  • MITMACHEN! Ein Start-up zeigt, wie Würmer auch im Wohnzimmer aus Bioabfall wertvollen Humus machen.
  • Jugend rockt den Dialog: In der geteilten kosovarischen Stadt Mitrovica gelingt es mit Rockmusik, Volksgruppen zusammenzubringen.
  • Nepals Naturgewalten fest im Griff: Technologie aus Österreich bringt Sicherheit für die Bevölkerung im Himalaya.

Die Weltnachrichten berichten vierteljährlich über aktuelle Themen der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich und weltweit. Herausgeber ist die Austrian Development Agency.

Siehe: Weltnachrichten 1/2019

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