WESTbus wird nun (doch) barrierefrei

Die Erwartungen an das neu gegründete Verkehrsunternehmen WESTbahn und dessen Joint-Venture WESTbus mit Blaguss waren hoch.

WESTbus
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Ihre Presseaussendungen und Werbung legten die Latte bezüglich der Innovationen hoch: Diese reichten von der Preisgestaltung bis zum Raumangebot. Sie stellen für das Unternehmen eine Möglichkeiten dar, sich von den Mitbewerbern – den ÖBB – abzuheben und stachen daher ins Auge.

So auch die Barrierefreiheit: Kein Voranmelden mehr nötig, viel Platz für Rollstuhlfahrer, dank Niederflureinstieg niveaugleiches Einsteigen mit einem Rollstuhl ohne Hebelifte. Volle Flexibilität als Rollstuhlnutzer wie jeder andere Fahrgast auch.

Erste Bahnfahrversuche bestätigten die positive Erwartungshaltung: Reisen rollend im Rollstuhl, als wäre man ohne Rollstuhl zufuß unterwegs.

Und der WESTbus?

Ein herber Rückschlag und eine große Enttäuschung stellten sich beim ersten Versuch einer Busfahrt mit dem WESTbus ein. Der Busbahnhof Erdberg war nicht nur Ausgangspunkt sondern auch Endstation einer geplanten Reise, da trotz neu angeschaffter hochmoderner Busflotte zeitgemäße Rollstuhlplätze und eine barrierefreie Umsetzung fehlten.

Dies war Ausgangspunkt einer Schlichtung mit dem Teilinhaber von WESTbus, Blaguss Reisen. Ausschlaggebendes Moment der Schlichtung war das neu gegründete Unternehmen WESTbus und die damit verbundene Neuanschaffung eines Wagenparks, sodass hier nicht von einer Übergangszeit im Sinne des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz gesprochen werden kann.

Nach zwei Treffen konnte gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Mag. (FH) Paul Blaguss eine Lösung ausgearbeitet werden, die als positives Ergebnis der Schlichtung angesehen werden kann.

So sollen künftig angeschaffte Busse im nationalen Busverkehr der WESTbus ab Liefermöglichkeit des Herstellers bis Sommer 2014 für Rollstuhlfahrer barrierefrei mit Rollstuhlplätzen und Klapprampen ausgestattet sein.

Herr Paul Blaguss zeigte während der Gespräche sein Interesse, das Unternehmen Blaguss auf barrierefreien Verkehr zu sensibilisieren und Marktführer im Bereich der Mobilität für Menschen mit Behinderungen zu werden.

In den Gesprächen stellte sich heraus, dass immer mehr Rollstuhlfahrer und insbesondere ältere Menschen mobiler werden und den öffentlichen Verkehr aktiv nutzen, sobald Angebote verfügbar sind – für jene Personengruppe ist die Umsetzung und Motivation, Rollstuhlplätze zu schaffen, ein wichtiges Signal aus der privaten Buswirtschaft.

Nach einer erfolgreichen Schlichtung mit der staatlich subventionierten ÖBB Postbus ist dies der erste Meilenstein in Sachen Barrierefreiheit rein privater Busunternehmungen der mit Hilfe von Blaguss als Pionier gesetzt werden konnte.

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