Wieder einmal muß Behinderung als Elendsmuster herhalten!

Diesmal für eine Impfkampagne.

Eine auch bei ÄrztInnen unterschiedlich bewertete Impfung wird so auf Kosten der Steiermärkischen Landesregierung ganzseitig beworben. (Nicht etwa auf Kosten der dadurch schwer verdienenden Pharmafirma – wie etwa bei der Zeckenimpfung).

Die Geschichte rund um die Gehörlosigkeit und das „Nicht mehr Lachen“ impliziert, daß ein Bub namens Markus nun keinen Spaß im Leben mehr hat, weil er behindert ist.

Nun, die Kampagne hat dort recht, wo z. B. gehörlose Personen wenig zum Lachen haben, weil wenig lustige Sendungen im Fernsehen untertitelt sind, übrigens auch wenig ernste oder informative oder spannende Sendungen … das ist aber nicht schicksalhaft, sondern wäre sehr leicht zu beeinflussen.

Fies ist auch, daß hier den Eltern Schuld zugewiesen wird! Nicht aufgepaßt, nicht vorgesorgt, nicht verhütet, immer häufiger auch: nicht abgetrieben … Gesundheit sei machbar, Behinderung sei Strafe.

Wahrscheinlich fällt es den Betreibern der Kampagne gar nicht mehr auf, wie behindertenfeindlich ihr Produkt ist. Uns fällt es auf, und daher regen wir uns auf!

Und wir erinnern den steirischen SPÖ-Gesundheitslandesrat, daß im neuen SPÖ-Programm „Arbeit für unser Land“ unter dem Titel Behinderung der alte Weizäcker-Spruch steht: „Behinderung ist eine Form menschlichen Lebens und als solche wertfrei zu betrachten.“

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