Wien: 2042 barrierefrei?

Wiener Etappenplan: "Die Hoffnung stirbt zuletzt" - Ein Kommentar.

Ortschild mit Aufdruck Wien
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Mit diesem aktuell vorliegenden Wiener Etappenplan zum „Abbau baulicher Barrieren“ (vgl. § 10 Wiener Antidiskriminierungsgesetz) hat sich die rotgrüne Stadtregierung endgültig entlarvt, indem sie uns vor Augen führt, welchen Stellenwert Menschen mit Behinderung haben: Jämmerliche 5,3 Millionen Euro pro Jahr für den Abbau von Barrieren, die schon längst hätten beseitigt werden müssen, will sie dafür ausgeben.

Öffentliche WC-Anlagen, aber auch die Bezirks-Parteizentralen von SPÖ und ÖVP, die Unternehmungen (z.B. Wien-Holding) und Fonds (z.B. FSW) sind im Etappenplan gar nicht enthalten.

Weltmetropole Wien im reichen Österreich

Das leistet sich eine Stadt, die im Ranking der wohlhabendsten Städte der EU, unter den weit mehr als 200 Teilnehmern den 11. Platz belegt! Die Weltmetropole Wien hat kein Geld zum Abbau von diskriminierenden Barrieren! Barrieren, die nicht nur Menschen mit Behinderung betreffen, sondern genauso viele ältere Menschen, Eltern mit Kleinkindern und Kinderwägen, temporär behinderte Menschen, Kleinwüchsige usw.

Mehr Geld für Eigenwerbung als für Barrierefreiheit

Weit mehr Geld hat die Stadt übrig, wenn es beispielsweise um die Eigenwerbung geht: Nämlich rund 60 Millionen Jahr für Jahr. Nutznießer davon sind geförderte Printmedien wie KRONE, ÖSTERREICH, HEUTE und unzählige andere Publikationen. Auch elektronische Medien und noch viele andere profitieren vom Geldsegen der Stadt Wien.

Demographische Zukunft

Laut Statistik Austria wird sich die Altersstruktur in Wien weiter dramatisch ändern. Kräftige Zuwächse sind ab sofort bei der über 60-jährigen Bevölkerung zu erwarten. In absehbarer Zukunft werden immer stärker besetzte Geburtsjahrgänge ins Pensionsalter übertreten, nämlich die Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre. „Ist derzeit noch jeder 5. Österreicher über 60 Jahre alt, so wird es bis 2020 bereits jeder 4. sein. Langfristig wird jeder 3. Bewohner unseres Landes über 60 Jahre alt sein.“

Somit wird Barrierefreiheit für die Allgemeinheit immer wichtiger. Nicht zuletzt auch, damit man problemlos mit dem Rollator ins Wahllokal kommen kann. Das sollten sich die verantwortlichen Wiener Kommunalpolitiker einmal durch den Kopf gehen lassen …

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  • Und weiter geht’s: Wien zahlte elf Millionen für Werbung – in drei Monaten http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1356925/Wien-zahlte-elf-Millionen-fuer-Werbung-in-drei-Monaten
    „Die Stadt Wien ist mit knapp neun Millionen Euro der größte öffentliche Werber, inklusive gemeindeeigener Unternehmen kam die Bundeshauptstadt sogar auf mehr als elf Millionen Euro Werbevolumen. Die größten Inseratenaufträge an einzelne Medien kamen im vierten Quartal dann auch von der Stadt Wien, die um 1,39 Millionen Euro in der reichweitenstärksten Tageszeitung, der „Krone“, warb und der Gratiszeitung „Heute“ 1,27 Millionen Euro überwies.“