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Wien: Menschen mit Behinderungen werden künftig in Wien besser vertreten

Eduard Riha und Klaus Widl kandidieren für die SPÖ Wien bei den Gemeinderatswahlen

In Wien finden am 23. Oktober 2005 Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen statt. Im Gemeinderat geht es um die Verteilung von 100 Mandaten, in den Bezirksvertretungen um die Verteilung von 40 bis 60 Mandaten. Diesmal mit dabei: ÖAR-Generalsekretär Eduard Riha und ÖAR-Präsidiumsmitglied Klaus Widl, die die Interessen von Menschen mit Behinderungen vertreten.

Eduard Riha zu seiner Kandidatur: „Seit vielen Jahren gehört es zur Politik der ÖAR und ihrer Mitgliedsorganisationen, behinderte Menschen zu ermutigen, sich selbst in der Politik und in politischen Gremien einzubringen. Parallel dazu haben wir immer schon die Parteien aufgefordert, dieser Personengruppe per Mandat eine Chance zu geben, ihre spezifischen Anliegen und ihre Expertise in die Politik einzubringen. Schließlich werden die Interessen von Industriellen auch von diesen in Parlamenten vertreten und jene von Arbeitern nicht etwa von Bauern. In zahlreichen Bundesländern gibt es seit Jahren behinderte Menschen aktiv in politischen Funktionen. Daher habe ich – von der SPÖ Wien gefragt – selbstverständlich zugesagt und werde das in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen konsequent weitermachen, was ich schon bisher getan habe: an der Verbesserung der Lebensumstände behinderter Menschen arbeiten“.

ÖAR-Präsident Dr. Klaus Voget kann sich dem nur anschließen: „Das ist für Wien eine äußerst erfreuliche Entwicklung! Seitens der ÖAR möchte ich damit die Hoffnung verbinden, dass dieses Prinzip sowohl bei den Nationalratswahlen als auch bei allen in anderen Bundesländern stattfindenden Wahlen von allen Parteien zur Maxime erhoben wird. Ich wünsche jedenfalls beiden Kandidaten viel Erfolg!“

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0 Kommentare

  • Ich sehe das anders als Präsident Voget: Ich bin der Meinung, das ist für Wien keine erfreuliche Entwicklung, wenn direkt Betroffene an unwählbare Stelle aufgestellt werden. Für mich hat das starken Alibicharakter und ist der Garant dafür, das die SPÖ-Wien weiterhin eine behindertenfreie Zone bleibt.
    Ich wünsche mir für unsere Personengruppe auch nicht, daß dieses Prinzip des Aufstellens an unwählbarer Stelle von den anderen Parteien „zur Maxime erhoben“ wird. Als behinderter Mensch wünsche ich mir vielmehr, daß endlich wieder direkt Betroffene an WÄHLBARER Stelle von den Parteien aufgstellt werden.
    So wie damals im Oktober 1986 bei den Wahlen zum Nationalrat … Im Übrigen frage ich mich ob es wirklich Sinn macht, sich als behinderter Mensch für derartig durchsichtige Spiele herzugeben?

  • Philip König meint völlig richtig, dass Klaus Widl und Eduard Riha auf unwählbaren Listenplätzen sind. Ich empfehle als Gegenstrategie: Vorzugsstimmen vergeben, wer einen dieser beiden in den Landtag verhelfen will. Hier könnte die Behindertenbewegung Stärke zeigen und eine Liste durcheinander bringen.

  • Ich kenn mich nicht mehr aus, Wien muß anders sein, alles dreht sich nur um Wien, die übrigen Behinderten Österreicher bleiben auf der Strecke, Gleichstellung bitte warten, vielleicht bis ins nächste Jahrhundert!

  • Beide Kandidaten sind nach meiner Einschätzung auf unwählbaren Listenplätzen. Eduard Riha Platz 147 auf der Landesliste, Platz 25 im Wahlkreis 21; Klaus Widl Platz 79 auf der Landesliste, Platz 15 im Wahlkreis 11. Wird das tatsächlich zu einer besseren Vertretung führen?