Wien: Sicherheit wird bei 24-Stunden-U-Bahn groß geschrieben

Ab 3. September 2010 bietet die Wiener Linien den Fahrgästen eine 24-Stunden-U-Bahn an Wochenenden.

Vorstellung Sicherheitskonzept Nacht U-Bahn
Wiener Linien

Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner (SPÖ), Wiener Polizeipräsident Dr. Gerhard Purstel und Geschäftsführer der Wiener Linien DI Michael Lichtenegger präsentieren am 25. August 2010 im Besucherforum der Wiener Linien gemeinsam das erarbeitete Sicherheitskonzept für die 24-Stunden-U-Bahn.

„Die Wienerinnen und Wiener fühlen sich in ihrer U-Bahn immer schon sehr sicher“, hielt die Vizebürgermeisterin fest und der Geschäftsführer der Wiener Linien berichtete stolz, dass bei Erhebungen „über 80 % der Fahrgäste“ angaben, sich wohl und sicher zu fühlen. Daran soll sich auch nichts ändern und daher wurde für die am 3. September 2010 startende 24-Stunden-U-Bahn an Wochenenden gemeinsam mit der Wiener Polizei eine „Sicherheitspartnerschaft“ abgeschlossen.

Ausführlich ging Vizebürgermeisterin in der Vorstellung auf das subjektive Sicherheitsgefühl ein, dass auch in Zukunft vorhanden sein soll. Polizei und Wiener Linien werden präsent sein. Man kann sich auch in der Nacht „wohl und sicher fühlen“, versprach Brauner.

Es werden „ausschließlich die neuesten Züge“ eingesetzt, gab Lichtenegger bekannt und nannte die durchgängigen V-Wagen und die neueren U6-Garnituren, die alle videoüberwacht sind.

„Derzeit sind wir mit 100 Polizistinnen und Polizisten im U-Bahnbereich tätig“, informierte Polizeipräsident Purstel und kündigte an, dass in jedem der 22 U-Bahn-Züge jeweils zwei Polizisten präsent sein werden. Koordiniert wird die Zusammenarbeit der Polizei und der Wiener Linien von der U-Bahn-Leitstelle in Erdberg.

Unter Tags keine V-Züge mehr im U-Bahn Netz?

Wenn für den Nachtbetrieb ausschließlich die neuen und barrierefreien V-Wagen der Wiener U-Bahn eingesetzt werden, stellt sich die Frage, ob dadurch das Angebot unter tags ausgedünnt wird.

Dies verneint der Geschäftsführer der Wiener Linien auf Nachfrage von BIZEPS-INFO und verspricht: „Unter Tag werden deswegen nicht weniger V-Züge fahren“

Er begründet dies damit, dass schon derzeit die neuen V-Züge der Wiener U-Bahn mehr Kilometer an Fahrleistung pro Zug zurücklegen, als die alten Silberpfeil-Garnituren. Dies werde genau eingeteilt, ergänzte er.

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0 Kommentare

  • bei der straßenbahn gibt es die sehr, sehr hilfreiche einrichtung der online- und display-ankündigung des nächsten rollstuhlgerechten ULF-wagens. warum ist eine solche ankündigung bei der ubahn (nächster v-wagen mit rampe) nicht möglich? ich wage es nicht, wenn ich alleine mit meinem schweren erolli unterwegs bin, beim ein- und aussteigen das hängenbleiben der vorderräder in der spalte zwischen bahnsteig und wagen zu riskieren. was ich von den wiener linien nach anfragen per telefon und email zu hören bekomme: geht nicht; wir werden die frage weiterleiten; man kann zu tagesbeginn nicht sagen, wieviele v-wagen eingesetzt werden; ca. 10% sämtlicher wagen sind neue v-wagen. weiß jemand, warum das so kompliziert sein sollte, was ist da los?

  • ist ja ganz grossartig – polizei in der ubahn und wer sichert den sehr dunklen weg (trotz beleuchtung)von der ubahn zum bus??? hoppala, – der fährt ja gar nicht mehr. also gleich ein taxi. ist leider zu teuer … dann bleib ich halt zuhause, so wie meistens

  • @Martin Wolkerstorfer: Der Unterschied zwischen den neuen U-Bahn-Wagen (genannt V-Wagen) und den alten U-Bahn-Wagen (Silberpfeilen) ist, dass der Spalt deutlich geringer ist (und an der ersten und letzten Türe zusätzlich Spaltüberbrückungen angebracht sind. Auch die Höhendifferenzen IN die U-Bahn sind geringer.

    Mit den Aufzügen hat das nichts zu tun. Alle Stationen sind barrierefrei erreichbar.

  • Bitte, was heißt das, „barrierefreie V-Wagen“? Ich dachte, in Wien ist die U-Bahn generell barrierefrei, es wurden doch überall Lifte installiert. Führen die zu nicht barrierefreien Silberpfeilen?