Wien: Streit um Busfahrten und Schüler

Kurier: 900 Kinder ohne Transport / Haas fürchtet "um Existenz" / Fahrten zu Wahllokalen gefährdet

Fahrtendienst Haas
Haas

„Rund 900 Wiener Schüler, die normalerweise mit dem Fahrtendienst Haas zur Schule gebracht werden, warteten am Freitag vergeblich auf den Schulbus. Die Fahrer hielten eine Betriebsversammlung ab. Was die Schüler freute, hat einen ernsten Hintergrund – es geht ums Geld“, berichtet die Tageszeitung Kurier.

„Wenn uns die Stadt nicht mehr zahlt“, klagt Hansjörg Haas im Kurier-Gespräch, „überlebt das der Betrieb nicht“. Die 1972 gegründete Firma schloss 1995 einen Transportvertrag mit der Stadt Wien ab.

Der Kurier berichtet weiter: Pro Schüler und Tag zahlt Wien 232 S (16,86 Euro), für Rollstuhlfahrer 480 S. Bereits 1993 wurde jedoch ein neues Schulbusgesetz verabschiedet. Mit einer sechsjährigen Übergangsfrist wurde die Anzahl der Schüler pro Bus von 14 auf maximal 8 gesenkt.

Hansjörg Haas behauptet im Kurier, „dass bei Vertragsunterzeichnung niemand an das neue Gesetz dachte. Selbst in der Ausschreibung ist von 14 Fahrgästen die Rede. Ich selbst habe die MA 56 (Städtische Schulverwaltung) im Sommer 1998 auf das Problem aufmerksam gemacht“.

„Herr Haas hat das alles bei Vertragsunterzeichnung gewusst“, erklärt man dazu im Büro von Schulstadträtin Grete Laska, „die Neuerungen wurden schon 1995 tariflich berücksichtigt“, berichtet der Kurier abschließend.

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