Wiener Forschungsprojekt über die Berollbarkeit von Straßen startet

Wie gut rollt man mit einem Rollstuhl über einen bestimmten Straßenbelag? Diese eigentlich simple Frage ist nicht so leicht zu beantworten.

berollbarer Bereich Baden
Mobilitätsagentur/Maria Grundner

Um das herauszufinden, hat die Mobilitätsagentur Wien gemeinsam mit der Abteilung der Stadt Wien für Straßenbau und der BOKU Wien (Paul Pfaffenbichler, Institut für Verkehrswesen) ein Forschungsprojekt gestartet.

Ziel dieses Projektes ist es, wissenschaftlich fundiert zu untersuchen, wie gewisse Pflastersteine berollbar sind.

  • Welche Erschütterungen gibt es?
  • Wo kommt man am besten gut, sicher und gesund voran?

Untersucht wird, welche Erschütterungen und Vibrationen durch den Bodenbelag unangenehm und störend empfunden werden.

Rollende Unterstützung gesucht!

Jetzt werden Menschen gesucht, die diese Studie unterstützen und unterschiedliche Oberflächenbelege besuchen, um Feedback dazu zugeben.

Kopfsteinpflaster bei Hauseingängen Mariahilfer Straße
BIZEPS

Gesucht werden:

  • Menschen mit einem Rollstuhl, Rollator oder Rollmobil
  • die in Wien oder im Umland leben
  • die uns online Feedback geben, wie sie die unterschiedlichen Beläge empfunden haben oder mit einem Team gemeinsam die Berollbarkeit überprüfen

Die Anmeldung als Testperson erfolgt per Link. Link zur Teilnahme an: https://cutt.ly/berollbarkeit.

Ein Mitglied des Projektteams nimmt dann Kontakt auf, um die Details zu klären.

Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Forschungsteam oder davon unabhängig einen oder mehrere Beläge zu testen und uns anschließend online bzw. auch ontrip Feedback zu geben. Die Handhabung für das Feedback ist denkbar einfach.

Die angemeldeten Testpersonen erhalten einen Zugangscode, können Vorort anklicken, bei welcher Teststrecke sie sich gerade befinden und sofort online das Feedback geben. UPDATE: So lief der Test ab.

Die Liste der Beläge, die untersucht werden, finden Sie hier. Das Projekt wurde auch schon ausgezeichnet.

Die Ergebnisse fließen zukünftig in die Planung und Umsetzung beim Bau und Umbau von Straßen in Wien sowie in Richtlinien zur Barrierefreiheit ein.

Pflasterung Goldschlagstraße
BIZEPS
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4 Kommentare

  • Wir haben in der Stadt Zürich häufig mit dieser Problematik zu tun und müssen leider feststellen
    a) dass unsere Interessen kein bisschen höher gewichtet werden als diejenigen von „Stadtbild“, „Denkmal- und Heimatschutz“, „Velo- und Fussverkehr“, „Anwohnende“, „Gewerbetreibende“ usw.
    b) dass die Pflästerungen wieder sehr in Mode gekommen sind bei jungen Architekt:innen und Stadtplaner:innen. Sie pflästern gerne auch Stadtteile, die vorher asphaltiert waren, und finden dabei grosse Zustimmung.
    c) dass wir zwar eingeladen werden zu Musterbefahrungen, es aber gar nichts zählt, wenn wir sagen, dass dies für Menschen mit Mobilitätsbehinderung ein Problem darstelle. Es gehe ja schon, sei einfach nicht so bequem, meinen sie, aber man könne es halt nicht immer allen recht machen…
    d) dass wir langwierige, ungewisse und vielleicht teure Rechtswege einschlagen müssten, um eine minimale Chance auf Gleichstellung und gleiche Chancen bei der „Teilhabe am öffentlichen Leben“ zu bekommen.

    (Bauberatung, BKZ Behindertenkonferenz Kanton Zürich)

  • Bin schon angemeldet, werde meinen Bezirk berollen!

  • Dieses Forschungsprojekt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Uns ist aufgefallen, dass nach Gehsteig-Aufgrabungen oft nicht ebenerdig asphaltiert wird. Ferner senken sich Gehsteige mit der Zeit ab, bekommen Schlaglöcher und die Teernähte sind manchmal bis zu 3 cm hoch. Auch dies stellt für diese Bevölkerungsgruppe (mobilitätseingeschränkte Personen) ein Unfallrisiko dar. Es gibt noch viel zu tun…