Wiener Grüne verlangen Vorrang für FußgängerInnen

Verkehrskonzept müsse auf "schwächste Verkehrsteilnehmer" abgestimmt werden

Alte Frauen in der Fußgängerzone
BilderBox.com

FußgängerInnen seien in Wien mit zu schmalen Gehwegen, Radwegen auf Gehsteigen und ungünstigen Ampelschaltungen konfrontiert, so die Wiener Grünen in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Im Jahr 2003 habe die Stadt Wien den „Masterplan Verkehr“ beschlossen, der unter anderem Mindeststandards für FußgängerInnen und für den Radverkehr vorsieht.

Bei der Umsetzung dieses Verkehrskonzeptes sieht GR Rüdiger Maresch jedoch einige Ungereimtheiten. Gehsteige, mit der im Konzept vorgesehenen Mindestbreite von zwei Metern, seien eher die Ausnahme. Zusätzlich führen die vielen Radwege auf Gehwegen zu Konfliktsituationen zwischen FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Zudem seien auch etliche Verkehrsampeln in Wien so geschaltet, dass ein Überqueren der betroffenen Straßen während der Grünphase nicht möglich sei, so Maresch.

Vor allem für Personen mit Behinderungen stelle dies eine „gewaltige Barriere“ dar. Die Wiener Grünen fordern daher, Radwege von den Gehsteigen auf die Straße zu verlegen. Zudem hätten Radständer sowie Verkehrszeichen auf Gehwegen nichts verloren. Weiters müssten alle Ampeln in Wien auf ihre „FußgängerInnen-Freundlichkeit“ überprüft und gegebenenfalls neu eingestellt werden.

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