kleiner Linienbus Wiener Linien

Wiener Linien bald komplett mit Niederflurbussen

Bereits zum siebenten Mal erleben die Wiener und ihre Gäste heute die "Lange Nacht der Museen", wobei ab 18 Uhr barrierefreie Busse am Heldenplatz zu allen Veranstaltungsorten fahren.

In Intervallen von etwa 15 bis 20 Minuten starten hier die Busse zur Museumstour.

Bis Jahresende wird die gesamte Flotte der Wiener Busse auf Niederflurgarnituren umgestellt. Das erklärte der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Karlheinz Hora gestern in der österreichischen Hauptstadt, wo im Landtag über die Novellierung des Wiener Behindertengesetzes debattiert wurde.

Auch bei der Wiener U-Bahn gebe es nur mehr eine Station ohne Aufzug, so Hora. Aber auch das werde sich ändern. (Bei der Station „Schottenring“ soll im nächsten Jahr ein Aufzug eingebaut werden). Der Politiker wünschte sich für die österreichische Gewerbeordnung einen Passus, der den barrierefreien Zugang zu Geschäften vorschreibe.

Unter der Telefonnummer 01/7909-100 können sich Fahrgäste erkundigen, ob ein Aufzug bei der Wiener U-Bahn außer Betrieb ist.

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0 Kommentare

  • @Die Feder: Was die Regelung eigentlich sagt ist, dass wenn man mit einem Rollstuhl unterwegs ist, selbstständig ein-/aussteigen können muss. Kann man das nicht, dann wird eine Begleitperson erfordert.

    Wer allerdings nicht selbst ein-/aussteigen kann, kann sich auch höchstwahrscheinlich abseits der Bushaltestelle selbst bewegen und benötigt dementsprechen ohnehin eine Begleitperson.

  • @ elfie k und @ ladstätter: Grundsätzlich gelten die aktuellen Beförderungsbedingungen (https://shop.wienerlinien.at/uploads/files/Bef%C3%B6rderungsbedingungen_010913.pdf). Laut Punkt C gilt Grundsätzlich eine Beförderungspflicht, die allerdings durch Punkt D eingeschränkt wird (Krankheiten, Verschmutzung, Altersgrenzen, etc.).

    Bei Rollstuhlen ist normalerweise eine erwachsene, nichtbehinderte Begleitung vorgesehen. Die endgültige Entscheidung über die Beförderung liegt beim Mitarbeiter.

    „Jeder Kinderwagen oder Rollstuhl muss von mindestens einer erwachsenen Person, die für
    Hilfestellung zum Ein- und Aussteigen von behinderten Fahrgästen, für Ein- und Ausladen
    der Kinderwagen oder Rollstühle sowie für Sicherung insbesondere mittels der vorhandenen Befestigungseinrichtungen im Wageninneren zu sorgen hat, begleitet werden. Niederflur–
    U-Bahnzüge, Niederflurstraßenbahnen sowie Niederflurbusse mit fahrzeuggebundener Einstiegshilfe können von Rollstuhlfahrern auch ohne Begleitung benützt werden, sofern der Rollstuhl eine Feststelleinrichtung (Verankerung, Feststellbremse) hat und diese auch eingesetzt wird. Im jeweiligen Fahrzeug sind die für Rollstühle oder Kinderwagen vorgesehenen
    Aufstellplätze sowie die Art und Richtung der Aufstellung mit dem Kinderwagensymbol bzw. Rollstuhlsymbol gekennzeichnet (d.h. bei Fahrzeugen ohne durchgehenden Fahrgastraum quer zu Fahrtrichtung, bei Fahrzeugen mit durchgehenden Fahrgastraum hinter der Fahrerkabine längs zur Fahrtrichtung, ansonsten ebenfalls quer zur Fahrtrichtung).
    4. Über die Zulässigkeit der Mitnahme im Sinne der Bestimmungen der Punkte O.1., O.2. und O.3. hat im Zweifelsfall ein Mitarbeiter des jeweiligen Verkehrsunternehmens bzw. der VOR zu entscheiden.“

    Das ist natürlich keine optimale Regelung. Wem es aber nicht gefällt der darf die Wiener Linien aber nicht benutzen, da mit dem Kauf einer Fahrkarte diese Bedingungen akzeptiert werden.

  • @Elfie: Dieses Verhalten ist definitiv nicht in Ordnung. Die betreffende Person müsste sich beschweren.

  • meine Tochter rief mich heut gegen 16,44 Uhr an und fragte: „Mama, stimmt es, dass ein Rollstuhlfahrer nicht ohne Begelitung im Bus fahren dürfe?“ Der Busfahrer weigerte sich anfangs mit dieser Bgründung, einen Rollstuhlfahrer mitzunehmen. Mit hilfe zweier Fahrgäste ging es dann plötzlich doch. Ich bin selbst stark sehbehindert. Ich finde dieses Verhalten inaktzeptabel. Es ist diskriminierend und menschenverachtend. es war die Linie 59A Richtung Karlsplatz, ca oder bei der Station Arbeitergasse. Ich finde, da sollte mal wirklich etwas unternommen werden. Wenn der Bus überfüllt ist, Gefahr für den Rollstuhlfahrer oder andere Fahrgäste gegeben ist, sagt ja keiner was. Nur so geht es definitiv nicht. Ich bin selbst mit Langstock unterwegs und habe eher Hilfsbereitschaft, auch von den Fahrern der VOR erfahren. Würde mir so etwas aber passieren, ich nähme das sicher nicht so einfach hin.

  • Hi Sigi, ich finde deinen Ärger über die Situation begründet, aber entschuldigen oder bedauern muss du es nicht, dass du auf den Fahrtendienst verzichtest. Du solltest stolz darüber sein und solltest dich nicht von so einem ignoranten Deppen einschüchtern lassen.

    Hast du das Gefühl, du verlangst zu viel, wenn du dein Recht auf Mobilität einforderst UND dabei auch noch den Staat finanzierst UND Integration lebst? Der Fahrtendienst sollte für Menschen sein, die eben NICHT mobil sein können. Ich wette, die würden gerne drauf verzichten, wären die Verkehrsmittel etwas behindertengerechter bzw. zugänglicher.

    Verlangst du zu viel, wenn du um ein klein bissl Hilfe bittest, damit du die Verkehrsmittel nutzen kannst, wie jeder andere Bürger (und die Meisten fahren eh schwarz)? Nein, Sigi, du verlangst nicht mehr, als der Rest – nämlich das Recht auf Mobilität, zu jeder Zeit an jedem Ort – wie jeder andere Bürger.

    Und zudem ist das der Job des Busfahrers, dass er auch Dienst am Kunden übt und du bist ein zahlender Kunde, also hat der Gutste die Pflicht, seinem Kunden zu helfen. Denn wenn ers nicht tut, dich vorne stehen lässt, so hast du das Recht, dich für diesen schlechten Kundendienst zu beschweren.

    Wir haben alle mal schlechte Tage, sind frustriert oder sind mit dem falschen Fuß aufgestanden, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Job Job ist, und Privat ist Privat. Und wer das Private zu sehr ins Berufleben einfliessen lässt, handel unprofessionell. Und da ist das wurscht, ob es sich um einen Top-Manerger, Bauarbeiter oder Busfahrer handelt.

    Sigi, mach nicht den Fehler, dass du dich bemitleidest oder vielleicht auch noch Partei für den Busfahrer ergreifst. Er hat sich diese Arbeit ausgewählt dh. er wurde nichtgezwungen oder genötigt dazu, bekommt bezahlt und er hat seine Tätigkeiten – und dazu gehört auch Kundendienst.

  • Hallo Alex! In der „Krone“ ist nahezu jeder Woche über diskriminierendes Verhalten der Busfahrer gegenüber alten und behinderten Menschen und Mütter mit Kinderwägen zu lesen (Ombudsmann Hr. Dr. Hüml, Rubrik „Menschlich Betrachtet“). Nur was bringt’s? Man muß mal Partei für die armen Busfahrer ergreifen! Es ist doch ein Beruf wie jeder andere. Wer geht schon gerne Arbeiten? Noch dazu, wenn der Busfahrer sowieso grantig und schlecht srauf ist. Es sollte mal jeder selbst überlegen, wenn er/sie in der Situation eines Busfahrers wäre. Würden Sie immer helfen? Also ich sicher nicht! Außerdem kommen dann auch noch solche Argumente wie: „Jetzt gibts doch eh einen Fahrtendienst, aber nein, der egoistische, unzufriedene Behinderte will mit dem Bus fahren. Nichts kasnn man ihm recht machen“. Solche und ähnliche Aussagen kommen vom engsten Familienkreis. Da möchte ich an die Mweinund anderr Leute nicht mal denken. Wahrscheinlich verlangen wir wirklich zu viel und wir sollten einach froh sein, daß wir wenigstens auf die Straße gehen dürfen. Es werden so oder so wieder Zeiten kommen, in denen wir das auch nicht mehr dürfen, befürchte ich. Vieleicht sollten wir das einfach als natürlich (ich möchte nicht sagen menschlich, denn es ich unmenschlich) hinnehmen.

    In diesem Sinne schließe ich mich den zwei Ignoranten in diesem Forum an und gratuliere den „Wiener Linien“ zu ihrem Erfolg. Die Busse sind zwar barrierefrei, die Barrierefreiheit endet aber in den Köpfen der Busfahrer!

  • Ich finde es eine Frechheit, dass ein Busfahrer nicht verpflichtet ist zu helfen. Es ist nicht nur unhöflich sondern im höchsten Maße diskriminierend und beleidigend. Wäre der Busfahrer auf mich gestoßen, hätt er wirklich Ärger bekommen.

    Man sollte sowas publik machen, aber nicht in einem Forum, sondern bei großen Zeitungen. Da ja eh 8 Millionen Leute die Krone lesen, wäre das doch eine gute Plattform und ich wette, dass dieser Busfahrer es nicht mehr wagen wird, nicht zu helfen.

  • Lieber Siegfried A. – Können Sie mir das Dr.Richard -mail zuschicken? – Danke. Ich finde die Neuigkeit toll,- denen, die die Rampen dann bedienen muss man halt noch so richtig ihre aufgaben bewußt machen … katharina.z@utanet.at

  • Was bringt uns das alles, wenn die Rampen (ULF oder Busse) nicht freiwillig ausgeklappt werden?! Das wäre ein Fortschritt.

  • Gratulation zu diesem tollen Erfolg!

  • Und was bringt uns dfas jetzt, wenn man mit dem Busfahrer 10 min. diskutieren muß, ob man als Rollstuhlfahrer alleine Busfahren darf oder nicht. Offensichtlich gibt es bei den Wiener Linien gravierende Kommunikationsprobleme.

    Ich bitte BIZEPS mit den WIENER LINIEN und DR. RICHARD (besitzt einige Buslinien) nochmals in Kontakt zu treten, um endlich mal klarzustellen, ob ein Rollstuhlfahrer alleine Busfahren darf oder nicht.

    Die Kommentare vieler Busfahrer sind derart kränkend, daß es kaum auszuhalten ist. Es kommt auch vor, daß einem der Busfahrer eine Station vorher quasi aus dem Bus schmeißt mit der Begründung, daß bei der nächsten Station keine Gehsteigkante vorhanden ist und man dort daher nicht aussteigen kann.

    Beschwerdemails an DR. RICHARD (Betreiber einiger Wiener Buslinien)bringen gar nichts! Als Antwort bekommt man: „Der Busfahrer kann nicht abgemahnt werden, da er nicht verpflichtet ist zu helfen.“ (leite vollständiges Mail von DR. Richard gerne weiter)

    Der Rollstuhlfahrer hat – sozusagen – eben Pech gehabt. Außerdem muß der Busfahrer bereit sein, die Rampe auszuklappen. Viele sind bereit dazu!

  • Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, einem GEMEINSAMEN Erfolg von BIZEPS und Wiener Linien!