Wiener Linien: Neue FLEXITY-Bim seit heute mit Fahrgästen unterwegs

Vor knapp einem Jahr wurde die erste Straßenbahn-Garnitur von Bombardier an die Wiener Linien übergeben.

Flexity in Wien
Wiener Linien / Manfred Helmer

Nach intensiven Tests und Schulungsfahrten in den vergangenen Wochen war der FLEXITY heute erstmals im Fahrgastbetrieb auf der Linie 67 unterwegs. Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer begrüßten die ersten Fahrgäste in der neuen Bim.

„Mit dem FLEXITY können wir den Wienerinnen und Wienern ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen. Die neuen Straßenbahnen werden kontinuierlich die Hochflur-Garnituren ersetzen und damit das Stadtbild nachhaltig prägen“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

„Auch für die Wiener Linien ist es etwas Besonderes, eine neue Straßenbahn-Generation auf die Schiene zu bringen. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, dass es noch nicht einmal ein Jahr gebraucht hat, um den FLEXITY für den Fahrgastbetrieb fit zu bekommen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Mindestens 15 neue FLEXITY-Garnituren pro Jahr

Mehr als 70 FahrerInnen haben die Einschulung auf die neue Straßenbahn bisher erfolgreich absolviert. Mehr als 4.000 Testkilometer haben die beiden Garnituren in der Testphase bereits abgespult. Jeder Gleiskilometer des Wiener-Linien-Netzes wurde befahren.

Der FLEXITY kennt nun jede Steigung, jede Kurve, jede Haltestelle in der Stadt. Während eine der zwei Garnituren im regelmäßigen Fahrgastbetrieb unterwegs ist, gehen bei dem jeweils anderen Fahrzeug die Schulungsfahrten weiter.

Insgesamt 119 Garnituren – zwischen 15 und 23 Stück pro Jahr – kommen bis 2025 hinzu und ersetzen sukzessive die Hochflur-Straßenbahnen.

Die Wiener Linien investieren in die Beschaffung von mindestens 119 bzw. optional 37 weiteren Fahrzeugen (abhängig von Netz- und Fahrgastentwicklung) sowie einen Wartungsvertrag mit Hersteller Bombardier 562 Millionen Euro. Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien auch in Zukunft die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten.

Alles auf einen Blick:

Anzahl Fahrzeuge: Mind. 119 Stück (Option auf weitere 37 Stück)
Auftragsvolumen: 562 Millionen Euro inkl. Wartungsvertrag für 24 Jahre
Länge / Breite: 34 Meter / 2,4 Meter
Kapazität: 211 Fahrgäste
Einstiegshöhe: 215 Millimeter
Rollstuhlplätze: 2 Stück
Kinderwagenplätze: 8 Stück

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2 Kommentare

  • Da bin ich aber Mal gespannt.

    Klingt so wie die Nachricht vor Jahren das die Niederflurgarnituren nach und nach die hohen ersetzen werden.
    Bis heute warte ich (vor allem in der früh) in Floridsdorf bis zu einer halben Stunde auf die Linie 26 nach strebersdorf.
    Kommt zwischen den hohen endlich eine Niederflur fährt die nur bis Betriebsbahnhof.
    Ich glaube es erst dann wenn es soweit ist.

    Ein kleines Lob gibt es dennoch obwohl ich als Begleitung mit meiner Tochter im Rolli mitfahre gibt es selten aber doch Fahrer die Fragen ob ich Rampe oder Hilfe brauche.

  • Ich befürchte nur, dass sich das mitunter oft grantige Personal der Wiener Linien (aber auch der Linzer Verkehrsbetriebe), auf das mann/frau im Rollstuhl auch bei den neuen Straßenbahnen angewiesen ist, deshalb nicht ändern wird…