Wiener Linien schaffen mehr Steh- statt Sitzplätze

Um die Gesamtkapazität der Straßenbahngarnituren zu erhöhen, startet ab dem 10. September ein Testversuch, bei dem mehr Raum für Stehplätze geschaffen wird.

Niederflurstraßenbahn vor dem Wiener Rathaus
BIZEPS

Auf der Linie 43 soll der erste Prototyp dieser Art der Niederflurstraßenbahn ULF eingesetzt werden, berichtet die Wiener Zeitung. Auf dieser Linie soll es besonders viele Kurzstreckenfahrgäste geben.

Es wurden sechs Sitzreihen im Bereich der dritten und fünften Tür ausgebaut, um größere Stehbereiche zu schaffen. Der Grund: Es soll ein besserer Fahrgastfluss und eine bessere Verteilung der Passagiere ermöglicht werden.

Die Anzahl der Sitzplätze wurde um 12 reduziert, durch die vergrößerten Stehräume soll dafür gesorgt werden, dass die Fahrpläne exakter eingehalten werden können. Doch das ist nicht die einzige positive Veränderung.

Mehr Platz für Kinderwägen und Rollstühle

Durch die vergrößerten Stehbereiche, werden auch die Stellflächen für Rollstühle und Kinderwägen vergrößert! Eine weitere positive Neuerung der ULF-Straßenbahn: An der Front wurden zur besseren Erkennbarkeit zwei LED-Leisten montiert, die Blinker wurden abgeflacht. Weiters gibt es nun akustische und optische Warneinrichtungen an den Türen.

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0 Kommentare

  • Liebe Lydia, ich geben Ihnen recht – leider dürfen offiziell nur ein Rollstuhl mit den ULF mifahren –
    Liebe Frau Anna Meier – Sie sind sicherlich nicht auf einen Rollstihl angewiesen, können sich scheinbar gar nicht vorstellen, wie es ist, als Rollstuhlbenutzer verarscht und diskriminiert zu werden – Ja es ist ein Fortschritt, dass man nun die „Ölfis“ benutzen kann – jedoch von Gleichstellung weit entfern – mit gutem Willen, könnten auch die „Kinderwagenplätze“ von Rollstuhlfahrern im ULF genutzt werden dürfen – was inoffiziell auch geschieht…

  • ich finde diese lösung sehr gut,denn wenn bei einer haltestelle z.b. 3 rollstuhlfahrer warten, wird immer nur einer mitgenommen. nachdem aber nicht jeder zug ein niederflur ist musste ich schon oft über eine halbe stunde warten, was bei schlechtwetter wie regen und schnee und kälte nicht angenehm ist.
    die strassenbahnbenützer ohne behinderung können mit jedem zug fahren…es kommen meistens 3 normale und dann ein niederflur…ich möchte mich bei den wiener linien für diese idee herzlichst bedanken…lynda

  • Ob es in Zukunft in Wein mehr Rollofahrerinnen oder Kinderwägen geben wird, das weiß ich nicht, was es aber sicher geben wird sind älter und damit verbunden auch gehbehinderte Menschen, die in der Straßenbahn Sitzplätze brauchen. Wenn ein weiter Grund ist, alles Schneller werden zu lassen, so ist das für behinderte Menschen ebenfalls ein Nachteil.

  • für „Rollis“ und Kinderwagenbenutzer sicherlich eine Verbesserung – oder soll diese Bevölkerungsgruppe nicht mit den „Öffis“ fahren?

  • Das sehen aber manche nicht so positiv: Mehr Platz für Kinderwägen und Rollstühle sowie weniger Zeitverlust beim Ein- und Aussteigen: Das sind laut Wiener Linien die Vorteile der umgebauten 43er-Bim. Eine Heute-Umfrage zeigt: Die Begeisterung der Passagiere hält sich in Grenzen.

    Ab Montag zieht eine Garnitur der Linie 43 ihr Runden zwischen Schottentor und Neuwaldegg, der 12 Sitzplätze fehlen – Heute berichtete. Die Öffi-Fahrgäste haben damit keine rechte Freude, wie das Zwischenergebnis der Umfrage eindeutig zeigt: Fast 60 Prozent von ihnen glauben nicht, dass das Pilotprojekt der Wiener Linien Vorteile für die Passagiere bringt. Sie sind der Meinung, dass „mehr Stehplätze die Sicherheit gefährden“ oder es sowieso schon „zu wenig Sitzplätze“ in der Bim gibt.

    Laut Öffi-Betreiber sollen sich die Fahrgäste in der adaptierten Straßenbahn besser verteilen und dadurch schnelle ein- und aussteigen können.
    Wenig Begeisterung für das Projekt zeigen auch ÖVP und FPÖ: „Jetzt fehlen nur noch Pusher wie in Japan, die die Fahrgäste in die öffentlichen Verkehrsmittel drängen.“ Soweit wird es aber natürlich nicht kommen!