Wiener Volkshochschulen setzen auf digitalen Humanismus

Ein Avatar macht es möglich: VHS-KursleiterInnen mit Behinderung können in Zukunft auch von zu Hause aus auf Augenhöhe unterrichten.

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Die Wiener Volkshochschulen gehen einen weiteren Schritt in der Inklusion von Menschen mit Behinderung und präsentieren im Rahmen der Veranstaltung „Mit den Wiener Volkshochschulen zurück in der Zukunft – ein Ausblick“ ein Unterrichtsmodell von morgen.

Durch den Einsatz eines Avatars, der sich frei im Raum bewegen kann, kommunizieren in Zukunft KursleiterInnen auf Augenhöhe mit KursteilnehmerInnen, können mobil und abwechslungsreich unterrichten und dabei Feedback geben, obwohl sie physisch nicht anwesend sind.

„Die Erfahrungen während Corona haben die Relevanz von Digitalisierung im Bildungsbereich verdeutlicht, aber auch gezeigt, dass es Gruppen gibt, die dadurch stärker von Bildung ausgeschlossen werden. Gleichzeitig haben sich für andere Personengruppen die Möglichkeiten, am Bildungsprozess teilzunehmen, erweitert“ erläutert Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen.

„Die Chance, auf eine erhöhte Teilnahme von Menschen mit Behinderung am Kursgeschehen möchten wir nutzen – und zwar nicht nur für KursteilnehmerInnen, sondern auch für KursleiterInnen“, so Schweiger weiter.

Bildung für alle durch digitalen Humanismus

Die Präsentation eines Avatars bildete den Höhepunkt einer Auseinandersetzung mit Zukunftsmodellen für die Erwachsenenbildung. Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx setzte sich in seiner Keynote mit Entwicklungen im Zuge der Corona-Krise auseinander und legte dar, wie sich der Bildungsbegriff durch diese Zäsur verändert hat.

Neben der wachsenden Rolle digitaler Lösungen und den darin enthaltenen Potentialen für Bildungsorganisationen strich er die wieder stärker artikulierte Sehnsucht vieler Menschen nach direkter Interaktion heraus. Moderne Ansätze in der Wissensvermittlung können hier eine Brücke schlagen und ein soziales Miteinander ermöglichen, ohne dabei Menschen auszuschließen.

Die Wiener Volkshochschulen versuchen diesen Anspruch durch „digitalen Humanismus“ zu verwirklichen. „Mit Lösungen wie einem Avatar möchten wir verstärkt Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben, bei uns zu unterrichten“, betont Schweiger.

Kurse mit Heimvorteil

Aber auch für viele KursteilnehmerInnen wird durch das vermehrte Angebot hybrider Kurse, die bei den Wiener Volkshochschulen „Kurse mit Heimvorteil“ heißen, der Besuch von Weiterbildungen erleichtert. Denn nicht jede*r kann oder möchte ein Bildungsangebot am Standort in Anspruch nehmen.

„Die Wiener Volkshochschulen bieten Bildung für alle an – das heißt für uns auch, dass wir für qualitätsvolle Angebote flexible Modelle finden werden und am Puls der Zeit mit unserem Programm bleiben. Die Kurse mit Heimvorteil, wie wir sie im Zuge von Corona pilotiert haben, waren so erfolgreich, dass wir sie auch im Herbstsemester flächendeckend umsetzen werden. So können sich alle KursteilnehmerInnen von Termin zu Termin aussuchen, ob sie persönlich oder virtuell beim Kurs dabei sind“, so Schweiger abschließend.

Weitere Infos unter www.vhs.at.

 

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