Wimpy Braille Burger sorgen für großes Medienecho

Das Fastfood-Unternehmen Wimpy verwendete Sesamkörner, um Braille-Botschaften auf die Burger zu schreiben. Die Reaktionen übertrafen alle Erwartungen.

Braille Burger
Wimpy

Das Fastfood-Unternehmen Wimpy ist zwar nicht so bekannt wie seine Konkurrenten McDonalds oder Burger King, es hat aber auch auf mehreren Kontinenten Restaurants.

Im Rahmen einer Kampagne hat Wimpy Südafrika 15 Burger mit Sesam-Körnern bestückt, die Texte in Braille darstellen. (Beispiel: „100 percent real beef burger made for you„)

Daraus wurde ein Werbespot, in dem man auf Braille-Menükarten von Wimpy aufmerksam machen wollte.

Umwerfendes Echo – nicht nur in Südafrika

Das Medienecho war umwerfend, zeigten sich die Verantwortlichen bei Wimpy beeindruckt. Weltweit gab es Reaktionen zu der sehr gut ankommenden Kampagne der südafrikanischen Agentur MetropolitanRepublic. (Eine Auswahl: TheHuffingtonPost, BusinessReport)

Die Agentur arbeitete für den Spot mit Blindenorganisationen in Südafrika zusammen und filmte die Reaktionen beim ertasten der Braille Burger. Wimpy erreichte mit der Kampagne 800.000 blinde Menschen in Südafrika.

Der Zeitpunkt der Kampagne war auch insofern perfekt, als McDonalds gerade in Südafrika Schlagzeilen machte, da das Unternehmen eine blinde Frau aus einem Lokal verwiesen hat, weil sie es mit ihrem Blindenführhund betreten hatte.

Werbespot von Wimpy

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0 Kommentare

  • Ich find das gut! McD hin oder her mit ihrem rauswurf und den evtl Gründen, das nach dem Vorfall bei McD eine andere Fastfoodkette dafür Werbung macht. Generell mal: Ich finde es gibt viel zu wenig Werbespots oder andere Dinge die auf Behiderte Menschen aufmerksam machen.

    Es sind genauso wie wir Leute, die man zu respektieren und gut zu behandeln hat. Und es ist heute oft noch so, das diese Leute ausgeschlossen werden oder man meint, damit nicht umgehen zu können. Es sollte mehr normalität herrschen zwischen behinderten und nicht-behinderten. Und nicht dieses abgegrenzte *der ist anders, da kann ich nicht mit umgehen*. Ich arbeite auch mit behinderten und es gibt nichts schöneres, wenn sie dir ein lächeln schenken, man helfen konnte oder sie dich einfach aus freude in den Arm nehmen – das ist genau das gleiche Gefühl als hätte man sein Kind zuhause und freut sich über die Fortschritte.
    Gab schon oft momente, wo mir die Tränen vor Freude kamen. Aber andererseits bin ich auch oft entsetzt wie „fremde“, die sich nicht mal mit der Thematik auseinandergesetzt haben, sich so abgrenzen und urteilen.

    Dieser Werbespot geht auf jeden fall schonmal in die richtige Richtung. Und ich hoffe das man so etwas bald öfter sieht

  • Liebe Frau Sladek, Vermarktung bedeutet, ein Produkt zu verkaufen. Dazu gehört auch Imagebildung einer Marke. Die Interessen behinderter Menschen spielen da keine Rolle. Mache Menschen können sich gar nicht vorstellen, dass ein Leben mit Behinderung, zum Beispiel nicht sehen zu können, oder im Rollstuhl zu sitzen, auch lebenswert ist. Wir sind denen egal (Minderheit). Erst wenn sie in Familie oder Umfeld damit konfrontiert werden, werden diese nachdenklich, wollen damit jedoch so wenig als möglich damit konfrontiert werden. Deshalb sieht man so wenig „Behindertenwerbespots“. Palmers setzt in seinem Werbespot auf: „Blind ist sinnlich“ – Meiner Meinung nach ein Klischee ganau so wie: Jeder blinde Mensch ist ein guter Musiker. Der hier gezeigte Spot von Wimpy: „Braille-Menükarten“ spricht mich da mehr an. Menschen mit Behinderung haben das „Arme Menschen – Image… Auch Licht ins Dunkel ist eine Marke, die Spenden sammelt – wobei die Spenden bei Projekten oft verwendet werden, wofür ohnedies der Staat zuständig wäre. Das Image behinderter Menschen zu Almosenempfänger degradiert. Der Staat entzieht sich immer mehr seiner Verantwortung, für diese Bevölkerungsgruppe möglichst gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen und diese nicht zu benachteiligen, da immer mehr Mittel dieser Bevölkerungsgruppe entzogen wird.

  • @Anonym Ich hatte gehofft, dass ich mich klar genug ausgedrückt hätte, sichtlich nicht; deshalb, mach mas noch einmal: Vermarktung setze ich gleich mit dem positiven Ruck in die Gesellschaft, also, um hiermit einen Bewusstseinswandel im Interesse aller erwirken zu können. Selbstverständlich zählen „Licht ins Dunkel“ und an das Mitleid appellierende Botschaften nicht zu dem, was ich unter Vermarktung verstehe. Entschuldigen Sie, ich musste das noch einmal präzisieren und natürlich gestehe ich auch jedem Menschen das Recht auf eine andere Meinung ein. Weiss es nicht, wirke ich so diktatorisch oder autoritär*gg*? Anregungen und Beschwerden bittesehr direkt an meine Mailbox zu richten. Im Notfall verspreche ich Besserung; bitte mir nur den Notfall bekanntzugeben.

  • Liebe Frau Sladek, Ihr Engagement in allen Ehren, jedoch hat jeder seine eigene Meinung – Werbung ist nicht Werbung – und es ist meiner Meinung nach nicht egal, wie Menschen mit Behinderung „vermarktet“ werden.

  • Jetzt warte ich nur noch darauf, dass es wieder auch hiermit jemand bestüüüürzt realisiert, dass wir und unsere Interessen vermarktet würden. Auch das hatten wir bereits; derartigen Überlegungen begegne ich mit dder Frage: „Wollen wir weiterhin in der Versenkung verharren und aus ihr heraus unsere Unmutsbekundungen deponieren oder wollen wir die Chance des Marktes nutzen, die viele andere Menschen auch nutzen!“

  • Echt umwerfend und diese Parallele zum beschämenden Vorfall in einem Mcdonalds-Restaurant. @Anonym Gegen den von Ihnen angesprochenen Werbespot gibt es meinerseits keinen Einwand; ich denke, man kann diese beiden Gegebenheiten gar nicht miteinander vergleichen; sie spiegeln aber beide die Komplexität und den Bewusstseinswandelbedarf im Dienste gelungener Inklusion blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen wieder.
    Bitte, hört auf, manchmal stehen sich die beeinträchtigten Personen selbst im Weg, wenn schon von aussen so positive Signale gestartet werden.

  • Gefällt mir weit besser als der Palmers Werbespot …