Wir müssen uns Mut machen

"Wir müssen uns Mut machen und uns gegenseitig stärken", so brachte es Monika Rauchberger, Projektleiterin von WIBS bei der Veranstaltung, "Was ist Selbstvertretung?" im Zentrum für Kompetenzen in Wien am 29. Juni 2011 auf den Punkt.

Gruppenbild der Veranstaltung mit Rauchberger, Vanek, Besler
ZfK

Zur Veranstaltung eingeladen hat Herr Jürgen Vanek, frisch gebackener Botschafter und Moderator für Persönliche Zukunkfstplanung. Seiner Einladung sind zahlreiche SelbstvertreterInnen sowie Mag. Angelika Vötsch-Rosenauer, Gesundheitsreferentin von der Wiener Gesundheitsförderung (WiG) und Mag. Johann Gibitz, Büroleiter des Behindertenanwaltes, in Vertretung des erkrankten Dr. Erwin Buchinger gefolgt.

Zunächst interviewte Vanek den Gast aus Tirol. Rauchberger präsentierte die Tätigkeit der WIBS (Wir Informieren und Beraten selbst) „Die WIBS sind eine Beratungsstelle, die Einzelberatungen und Persönliche Zukunftsplanungen anbietet“, so die Projektleiterin. „Es ist wichtig, dass wir gehört werden und eine Stimme bekommen“, so Rauchberger. „Dabei ist uns immer wichtig, dass alles in leichter Sprache geschieht.“ Ebenso ist Rauchberger am Aufbau des Netzwerkes Selbvertretung Österreich aktiv beteiligt.

Anita Besler, die sich in der Selbstvertretung engagiert, stellte die Wiener Situation dar. „Seit Jahren wird über eine unabhängige Selbstvertretung diskutiert, ein Selbstvertretungszentrum war immer wieder im Gespräch, umgesetzt wurde aber nichts“, so ihre nüchterne Bilanz.

„Wir müssen nach vorne schauen und vor allem an einem Strang ziehen“, so Oswald Föllerer, Vorsitzender von Vienna People First. „Wir müssen uns besser vernetzen.“

„Können Menschen mit einer körperlichen Behinderung mit Menschen mit Lernschwierigkeiten gemeinsam in einem Projekt arbeiten?“ Diese Frage stellte die Gesundheitsreferentin Vötsch-Rosenauer in den Raum. „Ja, das geht“, so ein Selbstvertreter, „wenn wir gleichberechtigt miteinander arbeiten und die Kopfschlauen nicht über unsere Köpfe entscheiden“. Der Begriff „Kopfschlaue“ beschreibt die Personen, die nur eine Körperbehinderung haben und ist eher negativ gemeint.

Abschließend hob Vanek die tolle Diskussion hervor und gab sich sicher, dass zukünftig auch in Wien eine gute Vernetzung gelingen wird.

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