Wirtschaft für Gleichstellung?

In einem Expertengespräch zum Thema "Wirtschaft und Gleichstellung" wurden am 10. Mai 2004 im Parlament zwischen Vertretern der Wirtschaft und Betroffenen Fragen rund um das geplante Behindertengleichstellungsgesetz diskutiert.

Rampe bei einem Geschäftseingang
BIZEPS

Mit dieser Veranstaltung, die von Abg.z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP) initiiert und moderiert wurde, fand der Dialog zwischen behinderten Menschen und Vertretern der Wirtschaft, der mit der Enquete „Barrieren behindern Leben“ am 26. November 2003 begonnen hatte, seine Fortsetzung.

Am Beispiel der positiven Veränderungen in den USA, die durch das ADA – das dortige Behindertengleichstellungsgesetz – bewirkt worden sind, wurde aufgezeigt, dass die Interessen der behinderten Menschen und der Wirtschaft in diesem Bereich durchaus in Einklang gebracht werden können.

Die anwesenden Vertreter der Wirtschaft – der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes Abg.z.NR Karlheinz Kopf (ÖVP) und Dr. Martin Gleitsmann von der Wirtschaftskammer – betonten ihr Interesse an der Weiterführung dieser Initiative.

Zum Ministerialentwurf des Gleichstellungsgesetzes merkten sie an wie wichtig es sei, sich für dieses Gesetz die notwendige Zeit zu nehmen und dass man zu einem späteren Zeitpunkt über einen verbesserten Entwurf weiterreden müsse. Schwierigkeiten erblicken sie vor allem in den Bereichen der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen, der (befürchteten) Verlangsamung von Verfahren und der von der EU verlangten Beweislastumkehr.

Als überaus positiv darf die Aussage von Dr. Martin Gleitsmann gewertet werden der betonte, dass es bei den Arztpraxen Verbesserungen geben müsse – allerdings unter Bedachtnahme auf die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

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