Wöginger: Wesentliche Erleichterungen für alle Pflegenden dank zweitem Pflegepaket

ÖVP-Klubobmann: Nostrifikationserleichterung, beschleunigte Ersteinstufung bei beantragtem Pflegegeld, Kompetenzausweitung von Pflegekräften

Ein Stempel aus Holz liegt auf einem Dokument. Aufschrift Pflegegeld
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„Die Pflege und Betreuung von Menschen stellt eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft dar. Deshalb sorgen wir als Regierungsfraktionen mit einem zweiten Pflegepaket für deutliche strukturelle Verbesserungen für alle Pflegenden. Es hat noch keine Legislaturperiode gegeben, wo so viel in der Pflege weitergebracht wurde wie in diesem letzten Jahr. Diesen Kurs setzen wir nun fort“, sagt ÖVP-Klubobmann und Sozialsprecher August Wöginger am Rande des Plenums zum eingebrachten Gesetzespaket.

So beinhaltet das Maßnahmenbündel Erleichterungen bei Nostrifikationen. Damit werden im Ausland erworbene Qualifikationen für Pflegekräfte einfacher und schneller anerkannt. Künftig werden bei ausländischen Pflegekräften Gesamtqualifikation und erworbene Kompetenzen beurteilt und nicht mehr das Stundenausmaß der Fächer in der Ausbildung. Zudem wird eine zentrale Plattform mit Informationen erstellt, auch um die im Ausland erworbenen Qualifikationen leichter beurteilen zu können. „Wir wollen hier aktiv qualifizierte Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben“, so Wöginger.

Außerdem sollen Ersteinstufungen bei beantragtem Pflegegeld durch Pflegekräfte ermöglicht werden: „Derzeit werden bei Anträgen auf Zuerkennung von Pflegegeld ausschließlich Ärztinnen und Ärzten von den Entscheidungsträgern mit der Begutachtung beauftragt. Bei Anträgen auf Erhöhung des Pflegegeldes werden die Begutachtungen sowohl durch Ärztinnen und Ärzte, als auch durch Pflegefachkräfte durchgeführt. Der generell zunehmende Ärztinnen- und Ärztemangel in Österreich macht sich auch im Bereich der Pflegegeldbegutachtung deutlich bemerkbar. Um diesen Prozess vom Erstantrag bis zur Auszahlung des Pflegegeldes massiv zu beschleunigen, sollen künftig mit 1. Juli 2023 auch Ersteinstufungen durch Pflegekräfte ermöglicht werden“, erklärt der Klubobmann.

Auch bei den Kompetenzen von Pflegekräften sei ein klarer Fortschritt gelungen, so Wöginger. Man wolle auch hier die Prozesse straffen indem Pflegekräfte bei Erstverordnungen von Medizinprodukten wie Inkontinenz- und Wundmaterial hinkünftig nicht mehr auf ärztliche Verordnungen angewiesen sind.

„Ein wesentlicher Baustein der nachhaltigen Verbesserungen für Pflegende ist der Abbau der Bürokratie. Die Kompetenzausweitung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effizienz“, ist sich Wöginger sicher.

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4 Kommentare

  • Ich fände es toll, wenn Wögingers Ausführungen schnellstens auf Schiene gebracht würden.

  • Politiker*innen traue ich wenig,zumeist viele Versprechungen,wird auch diesbezüglich so sein!

  • Es ist immerwieder hörbar, dass die Einstufung des Pflegegeldes sehr auf das Wohlwollen der Ärzte aufgebaut ist!
    Dies sollte nicht sein!

    • Nur „hörbar?“Werden bis jetzt ja von der“unabhängigen“ PVA bestellt,kann man sich
      vorstellen,wie diese „urteilen“ werden!?Es gilt die „Unschuldsvermutung“!