Workshop: „Soziale Lage gesundheitlich beeinträchtiger Studierender“

Im Rahmen der Studie "Soziale Lage der Studierenden 2006" wurde eine Spezialerhebung über die Lage gesundheitlich beeinträchtigter Studierender durchgeführt.

Johannes Hahn
BM für Wissenschaft und Forschung

Die Ergebnisse der qualitativen Befragung von 145 Studierenden sowie Handlungsanleitungen und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft werden im Rahmen eines Workshop am 18. September 2007 ab 09:30 Uhr an der Universität Wien im Kleinen Festsaal diskutiert.

„Nach eigenen Angaben sind rund 20% der Studierenden gesundheitlich beeinträchtigt, 0,9% behindert. Dieser Gruppe und ihren besonderen Bedürfnissen müssen wir uns gemeinsam – mein zuständiges Ministerium, die Universitäten und Fachhochschulen – verstärkt widmen“, so Bundesminister Dr. Johannes Hahn, der alle Betroffenen und Interessierten sehr herzlich zu dieser Veranstaltung einlädt.

Aus den Interviews, die für die Studie durchgeführt wurden, geht hervor, dass die Integrationsbemühungen gute Fortschritte gezeigt haben. Es wurde ein Bewusstsein für die Situation gesundheitlich beeinträchtigter Studierender und für deren besondere Bedürfnisse geschaffen.

Mit den Ergebnissen der Spezialerhebung, die bei diesem Workshop präsentiert werden, können jedenfalls weitere Verbesserungspotenziale diskutiert und Maßnahmen wie Information und Beratung aber auch Infrastrukturverbesserungen, Sensibilisierung und Fördermöglichkeiten vorangetrieben werden.

„Mir ist es ein großes Anliegen, die Probleme der Betroffenen zu hören und in enger Kooperation mit den Universitäten und Fachhochschulen an der Verbesserung von Rahmenbedingungen für ein Studium unter solch erschwerenden Umständen zu arbeiten“ so Hahn abschließend in Hinblick auf den Workshop zur Lage gesundheitlich beeinträchtiger Studierender am 18. September, über den sich Interessierte in der zuständigen Abteilung des bmwf, unter der Telefonnummer 53 120-7801 informieren können.

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0 Kommentare

  • Wie ist das wohl für Menschen, die noch mehr eingeschränkt sind als ich? Fuer Studierende mit starker Behinderung, im Rollstuhl? Oder bettlägrig?

    Als Mensch und Studierende möchte ich Sie darauf hinweisen, dass auf Schwächen oder Behinderungen gar keine Rücksicht genommen wird. Ich müsste meine „files“ durchsuchen, um den Beweis vorzulegen – ich wandte mich an das Sozialministerium und die Ministerin ließ mir die Information zukommen, dass aufgrund dessen, dass ich mich in Ausbildung befände, keine Unterstützung gewährleistet werden könne. Ich höre nur 50%, laut Ohrenärztin sei das angeboren und viel zu spät diagnostiziert, und habe ein etwas (2-3cm) kürzeres Bein, und eine verdrehte und gekrümmte Wirbelsäule. Ich bin jetzt 43, kann keine Hörgeräte bezahlen, inzwischen ist es mir egal – Spezialschuhe kosten hunderte Euro, detto Hörgeraete, die das natürliche Hören nie ersetzen können.

  • Der sehr geringe Anteil von Studierenden mit Behinderung von 0,9 % weist darauf hin, dass bereits im Vorfeld die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung(en) überhaupt die Studienberechtigung zu erlangen, unbedingt verbessert werden müssen. Weiters gibt es noch viel zu wenig Studentenheime, die wirklich barrierefrei sind.

  • Zum Glück haben die Integrationsbemühungen große Fortschritte gemacht seit den letzten 15 Jahren. Leider Verständnis nur für bestimmte Beeinträchtigungen. Andere sind nach wie vor unerwünscht, besonders chronisch Kranke und psychisch Beeinträchtigte (das fängt schon bei Krankheiten wie Depressionen an). Allerdings ist das Verständnis der gesunden Kollegen gesunken.