Braillezeilen beim Computer

Zehn gute Gründe für barrierefreiere Internetseiten

Wie Sie Geld und Nerven sparen und gleichzeitig mehr Besucherinnen und Benutzer anlocken.

Barrierefreie Internetseiten ermöglichen es behinderten Menschen, gleichberechtigt Informationen aus dem Internet zu beziehen. Die Praxis zeigt, dass immer mehr Verantwortliche die Chancen und Vorteile von barrierefreieren Internetseiten schätzen lernen.

„Barrierefreie Internetseiten sind nicht schön. Für blinde Besucherinnen und Benutzer braucht man zusätzlich Text-only Seiten.“ sowie „Das ist sehr teuer!“ lauten die gängigsten Vorurteile von uninformierten Personen. Diese Argumente sind teilweise veraltet und teilweise nie wahr gewesen.

Barrierefreiere Internetseiten können genauso ansprechend sein und es besteht kein nachvollziehbarer Grund, warum man mehrere Versionen einer Internetseite erstellen und warten sollte.

Folgende drei Punkte sollten Sie so gut wie möglich umsetzen:

  • Trennen Sie Layout vom Inhalt,
  • halten Sie Standards ein und
  • fragen Sie behinderte Benutzerinnen und Benutzer, welche Probleme sie mit Ihren Seiten haben.

Je besser diese Punkte berücksichtigt werden, umso stärker ist der Nutzen von barrierefreieren Seiten. Die Umstellung auf barrierefreie Seiten bringt Ihnen eine Reihe von Vorteilen:

Sie sparen Geld

Wenn Inhalt und Layout getrennt werden, werden die Internetseiten deutlich kleiner. Große Anbieter wie Stern und Kurier haben erfolgreich vorgemacht, wie man Seiten – bei gleichem Inhalt – stark verkleinert und damit Serverkosten spart.

Sie bleiben flexibel

Barrierefreiere Internetseiten werden nicht nur kleiner, sondern auch flexibler in der Bildschirmanzeige. Ihre Seite wird auf einem großen wie auf einem kleinen Bildschirm schön angezeigt werden und wird über mobile Geräte besser abrufbar sein. Durch diese Flexibilität können Sie Ihre Internetseite in Zukunft auch einfacher neuesten technologischen Entwicklungen anpassen.

Sie vergrößern Ihre Reichweite

Barrierefreiere Internetseiten können von einer größeren Anzahl von Besucherinnen und Benutzern gelesen werden. Sie verschaffen sich damit einen Reichweitenvorsprung gegenüber ihren Konkurrentinnen und Konkurrenten, die noch keine barrierefreien Internetseiten anbieten.

Sie verbessern Ihre Position

Die weltweit beliebteste Suchmaschine Google geht im Prinzip wie ein/e blinde/r InternetbenutzerIn vor. Wenn Ihre Internetseiten barrierefreier sind, wird auch Google damit besser zurechtkommen und Sie werden dadurch in Suchmaschinen weiter nach vorne gereiht werden.

Sie verbessern die Übersichtlichkeit

Wussten Sie, dass beim Online-Shopping bei manchen Angeboten jeder zweite Einkauf scheitert, weil die Kaufwilligen mit dem schlechten Design und der Technik der Shops nicht zurechtkommen? Die großen Anbieter haben dies längst erkannt und versuchen, ihre Angebote zu verbessern. Das Internetportal des Disney-Stores in Großbritannien wurde bei der aktuellen Überarbeitung aus diesem Grund barrierefreier gestaltet.

Sie sparen Zeit

Der zeitliche Aufwand bei der Änderung des Erscheinungsbildes Ihrer Seite wird drastisch sinken, weil Sie nur die Layout-Beschreibung und nicht mehr alle Dateien ändern müssen.

Sie fördern Ihr Image

Je stärker die Medien erkannt haben, dass Barrierefreiheit alle angeht, umso häufiger berichten sie darüber. In diesem Zusammenhang werden immer Unternehmen genannt, die diesen Trend schon erkannt haben und davon profitieren. Warum sollte im nächsten Zeitungsartikel neben dem Land Wien, Ottakringer oder Generali nicht auch Ihr Unternehmen genannt werden?

Sie erleichtern sich Ihre Arbeit

Gut strukturierte und modular aufgebaute Seiten sind leichter zu pflegen und einfacher zu überarbeiten, da nur an wenigen Stellen Änderungen vorgenommen werden müssen. Dies erleichtert auch die Fehlersuche.

Sie werden besser verstanden

Ihre Internetseite ist eine Dienstleistung. Barrierefreiere Internetseiten verwenden daher einfache Sprache. Sie wollen mit dem Benutzer in Kontakt treten. Komplizierte Sprache verbindet nicht, sie grenzt aus, und Ihre mit Mühe geschriebenen Texte oder Formulare werden nicht verstanden.

Sie wählen den Zeitpunkt

Immer mehr Staaten schreiben die Umsetzung von barrierefreieren Internetseiten gesetzlich vor. Warum sollten Sie warten, bis der Gesetzgeber Sie zwingt, barrierefreiere Internetseiten zu erstellen, wenn Sie selbst den Zeitpunkt der Umstellung wählen können?

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0 Kommentare

  • Wenn ich als sehbehinderter User eine Telefonnunner benötige, möchte ich sogar sagen, dass ich durch die viele Werbung keinen Fortschritt sondern eher einen Rückschritt sehe. Früher gab es die Seite „etb.at“ und es war wirklich schlicht und einfach eine Telefonnummer zu finden.
    Heute ist die Seite „herold.at“ voll mit Werbung und man muss sich durch X Links weiterklicken. Wenn mann endlich den passenden Namen gefunden hat, steht nach jedem Namen „Blumen senden“. Hat man dann enlich den passenden Namen ausgewählt, steht die Nummer erst in der anderen Ecke, dies ist für mich, da ich mit einer Vergrößerungssoftware arbeite und dadurch immer nur einen Aussschnitt des Monitorbildes sehe ein zusätzliches unnötiges Suchen.
    Wie schwer muss es dann erst für einen blinden User sein, wenn jeder zweite Link „unnötig“ ist. Auch der Kontrast ist für sehbehinderte Personen sehr schlecht. Die Web-Masters sollten in Zukunft auch auf einen guten Kontrast und auf eine geeignete Schriftart achten.
    Bei vielen Hompages gibt es einen äußerst schlechten Kontrast und eine ungünstige Schriftart, (siehe „Hirschmann-Homepage“), dass auch eine x-fache Vergrößerung nichts nutzt.