Zu wenig Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher in Österreich

Auch ist die Verfügbarkeit dieser für die meisten gehörlosen Menschen unverzichtbaren Dienstleisterinnen und Dienstleister je nach Bundesland sehr verschieden.

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Unter dem Titel „Arbeit, die von der Hand geht“ berichtet der Kurier am 19. Juli 2009 von hunderten fehlenden Dolmetscherinnen und Dolmetschern. Und das, obwohl es sich bei der Österreichischen Gebärdensprache um eine – seit 2005 – in der Bundesverfassung anerkannte Sprache handelt.

Von den nur 76 zertifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und – dolmetschern kommen auf Wien 31, in ganz Kärnten sind es zwei und in Vorarlberg gibt es nur einen einzigen Dolmetscher.

Mag. Barbara Gerstbach, Präsidentin des Österreichischen GebärdensprachdolmetscherInnenverbandes (ÖGSDV), hebt die Vielseitigkeit dieses Berufes hervor, die vor allen gute Allgemeinbildung sowie Interesse an den den unterschiedlichsten Themen voraussetzt. Diese „variieren je nach Termin. Auf einen Arzttermin kann eine Vorlesung über Molekularbiologie und darauf eine Teamsitzung in Softwareentwicklung folgen“, erläutert Gerstbach.

Als notwendige Berufsvoraussetzungen werden Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Mobilität und gutes Auftreten genannt. Letzteres scheint unverzichtbar, weil Gebärdensprachdolmetscher und -dolmetscherinnen „immer im Zentrum der Aufmerksamkeit“ stehen, wie der Artikel festhält.

Es bleibt zu hoffen, dass mit der zunehmenden öffentlichen Wahrnehmung der Österreichischen Gebärdensprache auch das Interesse an diesem herausfordenden Beruf wachsen wird.

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