Zugang zu 24-Stunden Betreuung soll massiv erschwert werden

FPÖ fordert Sozialminister und Finanzminister zu Stellungnahme auf

Norbert Hofer
FPÖ

Nachdem von der Bundesregierung ohne jede Gegenwehr von Sozialminister Hundstorfer der Zugang zu den Pflegestufen 1 und 2 erschwert wurde, scheint nun bei der 24-Stunden Betreuung der Rotstift angesetzt zu werden. Die Behindertenverbände haben davon erst jetzt – durch die Hintertür – erfahren.

FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer: „Der Österreichische Zivilinvalidenverband ist zu Recht verärgert. Denn eine Förderung für die 24-Stunden Betreuung soll es in Zukunft nur mehr dann geben, wenn die betreuungsbedürftige Person auch psychisch krank ist oder neurologische Ausfälle vorliegen. Ein körperliches Gebrechen und eine entsprechende Einstufung im Rahmen des Pflegegeldes sind nicht mehr ausreichend. Eine derartige Maßnahme ist sachlich nicht gerechtfertigt. Denn Betreuung braucht man als behinderte Person in der Pflegestufe drei oder vier auch dann, wenn man psychisch nicht krank ist oder neurologische Defizite vorliegen.“

Damit, so die FPÖ, werden die Menschen ins Heim gedrängt. Und die Betreuung dort kostet dem Staat ungleich mehr als die Pflege und Betreuung daheim. Das sozialistische Modell der Entmündigung und Fremdversorgung außerhalb des Familienverbandes soll so offenbar um jeden Preis umgesetzt werden.

Norbert Hofer: „Wenn der Regierungspartner, der sich selbst noch immer gerne als Familienpartei bezeichnet, das zulässt, hat er sich von der Familienpolitik endgültig verabschiedet.“ Die FPÖ fordert in diesem Zusammenhang sowohl den Sozialminister als auch den Finanzminister zu einer eindeutigen Stellungnahme abseits vom praktizierten „Politsprech“ auf.

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0 Kommentare

  • Besser ein aktiver Behindertensprecher, als gar keiner! Die SPÖ ist seit Jahren unfähig, kompetente und engagierte Leute in der Funktion zu haben, die ÖVP hat einen durch die Parteidisziplin zwar kompetenten, aber wirkungslosen Sprecher und die Grünen habe eine Träumerin, die sich primär mit so Sachen wie UN-Konvention etc. zu beschäftigen scheint. Es braucht jemanden, der sich um die tatsächlichen, alltäglichen Probleme und Barrieren behinderterter Menschen kümmerst: Zugang zu medizinischen Leistungen und Hilfsmitteln und Therapien, Schikanen bei Pflegegeld und 24-h-Pflege, Finanzierung von Maßnahmen zur barrierefreien Adaption von Wohnungen, tatsächliche Integration von behinderten Menschen am Arbeitsmarkt… darum geht`s.

  • Danke für die Infos Herr Lichtenauer!

    Man kann dann wohl schon gespannt sein, ob es gelingen wird Pflegekräfte aus Mexico oder Argentinien einzuschleußen, oder ob sich die Zahl der hier bereits befindlichen Thailänderinnen stark erhöhen wird.

  • Prekäre Informationen über die österreichische Scheinlösung der 24-Stunden-Betreuung zu Hause (ab Seite 108) in einer Dokumentation über Pflegefinanzierungsmodelle DE-AT-CH (PDF): http://www.oeksa.at/files/publikationen/DOK_ICSW.pdf
    Kein einziger Hinweis auf die, durch die Regierungsparteien geflissentlich verheimlichte Scheinlegalisierung, dass nämlich die über 21.500 gewerblichen PersonenbetreuerInnen großteils dem Damoklesschwert der „Scheinselbständigkeit“ unterliegen.
    Von der Politik und in der Öffentlichkeit totgeschwiegen, hier aber erwähnt, sehr BRISANTES (Seite 114): „Wenn die Übergangsbestimmungen am Arbeitsmarkt (spätestens am 1.5.2011) fallen (für Rumänien und Bulgarien zwei Jahre später), werden viele Pflegekräfte aus neuen EU-Staaten in attraktiveren Arbeitsverhältnissen tätig sein → Zahlreiche Familien werden (plötzlich) ohne Pflegekräfte sein“

  • Wenigstens ein Politiker, der die Dimension dieses neuerlichen Sparanschlags versteht! Hoffe, dass die FPÖ in der kommenden Regierung was zu sagen hat und sich vermehrt für Behinderte einsetzt! Bravo Herr Hofer!