Abermalige Verurteilung von Abercrombie & Fitch
Die US-Modekette wurde wegen diskriminierenden Verhaltens zu 115.264 Dollar Strafzahlung verurteilt.
Es hätte eigentlich nur ein Einkaufsbummel werden sollen, um Kleidung für die Schule zu kaufen, doch stattdessen entwickelte sich daraus ein 4-jähriger Rechtsstreit. Während ihres damaligen Einkaufsbummels in der Mall of America in Minnesota gingen die Teenager auch in andere Geschäfte, die ebenfalls Fragen stellten, weshalb sie zu zweit in die Umkleidekabine gehen. In den anderen Geschäften zeigte man sich allerdings sofort verständnisvoll, nachdem erklärt wurde, dass Molly Maxson autistisch veranlagt sei und nicht allein gelassen werden kann.
In der Filiale von Abercrombie & Fitch war dies allerdings nicht so, weshalb später auch die Mutter der beiden den Filialmitarbeitern zu erklären versuchte, weshalb Molly nicht allein gelassen werden kann.
Während des Gerichtsverfahrens bezweifelte Abercrombie & Fitch sogar, ob Molly Maxson überhaupt behindert sei, obwohl sie seit dem Alter von 2 Jahren als autistisch diagnostiziert wurde.
Das Gericht begründet die Höhe der Strafe damit, dass durch die enorme Summe dem Unternehmen ein Schaden entsteht, der es zum Umdenken bewegen soll. Abercrombie & Fitch ging in Berufung.
Abercrombie & Fitch stand schon mehrmals in den Schlagzeilen wegen diskrimierenden Verhaltens, vor kurzem auch wieder vor Gericht. Nachzulesen bei BIZEPS-INFO.
Weitere Informationen: Gleichstellung - int.
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anf fan · 9. Oktober 2009 23:03 Uhr
Gertrude Sladek · 25. September 2009 08:42 Uhr
Die Höhe der Geldstrafe erachte ich daher als begrüßenswert. Manche realisieren ihr begangenes Unrecht eben ausschließlich über den zugefügten finanziellen "Schmerz". Ist auch eine zielführende Form der "Schmerztherapie".