Klage wegen Beförderungsverweigerung eingebracht
Markus Ladstätter benützt einen Elektrorollstuhl und ist als Student Besitzer eines Semestertickets. Am 26. April 2007 wollte er - wie fast täglich - mit der Buslinie 26A der Wiener Linien fahren.
"Auf meinen Hinweis, dass ich mich deshalb bei seinem Vorgesetzten beschweren werde, meinte er nur: 'Machen Sie das ruhig', fuhr weg und ließ mich an der Station zurück", berichtet der Wiener, der sich durch diese Beförderungsverweigerung diskriminiert fühlt.
Er brachte diesen Fall vor die Schlichtungsstelle des Bundessozialamtes, weil er darin eine Verletzung des Behindertengleichstellungsgesetzes sieht. Die Schlichtung scheiterte, weil die Wiener Linien den Standpunkt vertraten, durch die Schulungen der Fahrerinnen und Fahrer alles gemacht zu haben, was für sie machbar sei. Eine Mediation sowie die Bezahlung eines gesetzlich vorgesehenen Schadenersatzes lehnte das Verkehrsunternehmen grundsätzlich ab.
"Das Behindertengleichstellungsgesetz sieht als Entschädigung für eine erlittene persönliche Beeinträchtigung einen Anspruch auf Schadenersatz vor", erläutert Dr. Barbara Günther vom "Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern".
Da Markus Ladstätter mit der Vorgangsweise der Wiener Linien nicht einverstanden ist, nimmt er sein Recht in Anspruch und hat mit der Unterstützung des "Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern" am 28. August 2007 eine Klage beim Bezirksgericht für Handelssachen eingebracht.
Weitere Informationen: Klagsverband
Speichern bei:
Google-Werbung:
Google-Werbung:
Siegfried Allacher · 20. September 2007 16:53 Uhr
Man kann ja diesen benutzen, wenn man mit den Wiener Linien nicht zufrieden ist, hört man dann oft. Außerdem gehts Müttern mit Kinderwägen auch nicht viel besser. Ich rege mich über die Wiener Linien nimmer auf, man steht eh nur allein da. Aber wie soll man das Problem lösen? Man wird immer auf Fahrer treffen, die die Hilfe verweigern. Eine Lösung wäre, die Fahrgäste um Hilfe zu bitten oder auf die U-Bahn umzusteigen. Mit dem E-Rollstuhl kann man auch längere Strecken fahren. Mir ist klar, es ist nicht ideal und sehr diskriminierend. Aber wer weiß eine bessere Lösung?
anonym · 20. September 2007 08:12 Uhr
anonym · 17. September 2007 11:58 Uhr
anonym · 17. September 2007 09:04 Uhr
anonym · 12. September 2007 00:26 Uhr
Vielleicht gibt es ja auch Busfahrer, die entgegen allen Schulungen beschließen, dass sie keine Politiker mitfahren lassen wollen, mit ähnlich krausen Ausreden. Dann allerdings wird nicht lange gefackelt werden, würde ich vermuten. So viel zur Gleichstellung.