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BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: Markus Ladstätter · 16. November 2008 11:40 Uhr

Besichtigung des Cape Canaverals der Wiener U-Bahn

Am 11. November 2008 fand eine Führung durch die Leitzentrale der Wiener U-Bahn statt. BIZEPS-INFO hat diese Möglichkeit genutzt, um das "Herz" der Wiener U-Bahn zu besichtigen.

Leitzentrale der Wiener U-Bahn

Der Pressesprecher der Wiener Linien, Mag. Johann Ehrengruber, begrüßte die Journalistinnen und Journalisten mit den Worten: "Sie sind hier im Cape Canaveral der Wiener Linien". Die neue Leit- und Sicherheitszentrale der Wiener U-Bahn, bei der U3 Station Erdberg hat durchaus Ähnlichkeiten mit Kontrollräumen im Kennedy Space Center in Florida.

Bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überwachen den Betrieb der Wiener U-Bahn über ihre Computerbildschirme. Zur besseren Übersicht gibt es zirka 20-30 Panoramatafeln, die in die Wände integriert sind. Darüber befinden sich kleinere Monitore, die die Bilder der Stationsvideokameras anzeigen.

Fragerunde

Bei der Führung hatte man zirka eine Stunde Zeit, Fragen an Ing. Rudolf Skraback, Referatsleiter U-Bahn-Betrieb, zu richten. Auch BIZEPS-INFO stellte die ein oder andere Frage wie z. B.: "Ist geplant, bei Aufzugsdefekten die Meldung im Internet zu veröffentlichen?" oder "Was passiert im Falle einer Evakuierung eines U-Bahnzuges mit mobilitätseingeschränkten Personen?".

Ing. Skraback teilte uns mit: "Das Ziel ist, dass Aufzugsstörungen im Internet selbst abrufbar sind". Gerade für Rollstuhlbenutzerinnen und Rollstuhlbenutzer wäre das eine hilfreiche Anwendung, besonders wenn sie so exakt wie die dynamische Fahrgastinformation i.tip wäre.

Während der Fragerunde wurde immer wieder auf das Thema Evakuierung zwischen zwei Stationen eingegangen, deshalb schlossen wir uns gleich diesem Thema an und wollten Näheres über die Evakuierung von mobilitätseingeschränkten Personen wissen.

Im Normalfall dauert eine Evakuierung eines ganzen U-Bahnzuges 40-50 Minuten. Während dieser Zeit geht der Zugfahrer die einzelnen Waggons ab und vergewissert sich, dass keine Personen im Waggon vergessen werden. Sind mobilitätseingeschränkte Personen anwesend, wird die Leitzentrale darüber informiert, die wiederum die Feuerwehr verständigt. Anschließend wird man von der Feuerwehr aus der Gefahrenzone getragen.

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Markus Ladstätter · 19. November 2008 13:14 Uhr

Es soll bis jetzt zirka 20 neue U-Bahngarnituren geben, zirka 80-100 U-Bahnen sind täglich in Wien im Einsatz. Die Umrüstung der Linie U6 auf Niederflurfahrzeuge soll Endes dieses Jahres vollständig erfolgt sein.

anonym · 19. November 2008 11:25 Uhr

Zu den Aufzügen: hilfreich wäre es auch, wenn die U-Bahnfahrer defekte Aufzüge auf ihrer Linie ansagen (oder Durchsagen in den Stationen). Dann kann man sich das Aussteigen bei der falschen Station ersparen und gleich eine Station früher oder später aussteigen.

Interessiert hätte mich auch, wie es mit der Umrüstung auf Niederflur weitergeht. Wann gibt es (endlich) so viele neue Garnituren, dass man sich darauf verlassen kann, dass zumindest jede zweite eine ist? Bei selteneren Intervallen nutzt es einem nicht sehr viel, weil man sich nicht darauf verlassen kann.

@Cape Caneveral: Challenger, Columbia, ... ob man damit wirklich werben sollte? :-)

meia · 17. November 2008 21:20 Uhr

@ DI Wolfgang Skowronek: Technisch gesehen sind die neuerrichteten Behinderten-WC-Anlagen der (ÖBB Praterstern, Heiligenstadt..), auch nicht schlecht. ich würde sogar sagen:"Vom Feinsten" - funkgesteuerte Alarmknopf- und Wasser-Spülvorrichtungen an den Haltefriffen.. nur die versprochene Beschriftung fehlt immer noch.. Wenn man es nicht weiß, kommt man schwer drauf,.. die Beschilderung kann doch nicht so schwer zu organisieren sein, lieber Wolfgang..

Wolfgang Skowronek · 17. November 2008 18:50 Uhr

Technisch sind die Wiener Linien "vom Feinsten".

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