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BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: Aktion Leben · 24. April 2009 10:27 Uhr

aktion leben österreich entsetzt über EU-Parlament

Neue Eugenik merzt bestimmte Menschen aus

Martina Kronthaler

Das Europäische Parlament verabschiedete gestern einen Bericht über die Behandlung seltener Krankheiten. Zur Diskussion stand auch ein ethisch höchst bedenklicher Vorschlag, in dem unter anderem die "Ausmerzung seltener Erbkrankheiten" verlangt wurde.

Die EU-Abgeordneten stimmten - zwar leicht abgeschwächt - für diesen Vorschlag. Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich: "Die Abgeordneten haben damit die Tür zu einer neuen Eugenik geöffnet. Erneut wird Menschen ihr Lebenswert abgesprochen."

Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments hatte gefordert, "Bemühungen zu unterstützen, um seltene Erbkrankheiten zu verhindern, die schließlich zur Ausmerzung dieser seltenen Krankheiten führen werden". Geeignete Mittel wären dafür die genetische Beratung von TrägerInnen und die gezielte Auswahl von Embryonen bei künstlicher Befruchtung durch Prä-Implantations-Diagnostik.

"Wir haben nicht das Recht, Menschen aufgrund irgendeines willkürlichen Merkmals das Lebensrecht zu entziehen", ist Kronthaler überzeugt. "Prä-Implantations-Diagnostik ist in Österreich aus gutem Grund verboten. Über diese Empfehlung wird Eugenik über die Hintertür eingeführt."

Klares Bekenntnis zu jedem Menschen gefordert!

aktion leben österreich ist entsetzt, dass die EU-Abgeordneten durch diesen Beschluss Menschen unterschiedlich bewerten. Kronthaler: "Künftig wird nicht mehr die Behandlung von Krankheiten, sondern die Ausmerzung von jenen Menschen im Zentrum stehen, die von seltenen Krankheiten betroffen sind." Genetische Beratung werde in Zukunft direktiv in Richtung Selektion vorgehen müssen. "Wir fordern von unseren VertreterInnen im Europäischen Parlament ein klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit aller Menschen und zur Vielfalt des Lebens!"

Die aktion leben-Generalsekretärin betont: "Wir werden alles daran setzen, dass Österreich dieser Empfehlung nicht folgen wird."

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Gertrude Sladek · 29. April 2009 09:58 Uhr

@Leodolter: Ihrem Kommentar ist in Wahrheit nichts mehr hinzuzufügen! Sollte es sich bei Ihrer Person um einen Mediziner handeln, so hätten Sie für mich die mitunter auch äusserst fragwürdige Ehre und Moral Ihrer Berufsgruppe gerettet! Es wäre ja fast zu schön, um wahr zu sein!

Leodolter · 29. April 2009 08:23 Uhr

Wieviele NobelpreisträgerInnen für Literatur wird es noch benötigen, um den faschistischen Körper-Diskurs zu dekonstruieren ? Oder wird es unter den "ausmerzenden" Hirnamputierten dann noch soetwas wie Nobelpreise für Menschen noch geben?

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