Lapp: Würdige Verabschiedung der „Spiegelgrund-Kinder“

Heinrich Gross Ehrenkreuz muss rasch aberkannt werden

Christine Lapp
SPÖ

Anlässlich der Begräbnisfeierlichkeiten am 28. April am Wiener Zentralfriedhof für jene Kinder, die in der seinerzeitigen Wiener NS-Euthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“ ermordet wurden, forderte die SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp „die möglichst rasche Aberkennung“ des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse das dem Kinderpsychiater Heinrich Gross, der „Am Spiegelgrund“ „tätig“ war, verliehen worden war. „Das Aberkennungsverfahren, das laut Wissenschaftsministerium eingeleitet worden ist, muss zügig abgewickelt und es muss schnell ein Ergebnis erzielt werden“, so Lapp am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

„Es ist unakzeptabel, dass Dr. Gross eine der höchsten Auszeichnungen besitzt, die die Republik Österreich für auf wissenschaftlichem Gebiet erbrachte Leistungen zu vergeben hat“, erklärte Lapp. „Die Bestattung der sterblichen Überreste der ‚Spiegelgrund-Opfer‘ muss für alle Österreicherinnen und Österreicher Anlass zu einem umfassenden Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sein. Es darf nie wieder zur Euthansie in unserem Land kommen. Wir müssen aus der Geschichte lernen und allen Menschen, ob behindert oder nicht behindert, ein menschenwürdiges Leben ermöglichen „, betonte die SPÖ-Behindertensprecherin.

„Ich danke der Stadt Wien, die die Grabstätte im Bereich der Gruppe 40 (Opfer des Nationalsozialismus) auf dem Wiener Zentralfriedhof finanziert hat. Ich glaube, es wurde eine sehr gute Form gefunden, die Opfer in Würde zu bestatten. Endlich nimmt man von den Kindern offiziell Abschied und stellt noch einmal fest, welches unmenschliche Unrecht geschehen ist. Es ist ungemein wichtig, gegen jegliche Form von Diktatur und historischer Verheimlichung vorzugehen“, so Lapp abschließend.

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