AK zu Diskriminierung: Gleichbehandlungsgesetz nutzen und weiterentwickeln

AK Vizepräsident Bacher-Lagler: Gutes Zusammenleben ist Standortvorteil Österreichs. Das muss auch künftig gesichert werden

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Ein zu fremd klingender Name oder dunkles Haar reichen oft schon: Viele Menschen in Österreich klagen immer wieder über Diskriminierung und Rassismus bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, nach einer Wohnung oder im alltäglichen Leben.18 Prozent aller ÖsterreicherInnen haben einen Migrationshintergrund, die meisten leben in Österreich seit vielen Jahren, viele haben die österreichische Staatsbürgerschaft und werden doch benachteiligt.

„Da müssen wir gegensteuern. Das gute Zusammenleben in Österreich ist ein internationaler Standortvorteil. Den müssen wir ausbauen“, sagte AK Vizepräsident Norbert Bacher-Lagler auf der Tagung „Gleichbehandlung. Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel ethnischer Diskriminierung“ heute im AK Bildungszentrum.

Ein wichtiges Instrument um sich gegen Diskriminierung zu wehren, ist das Gleichbehandlungsgesetz. „Das muss aber auch genutzt und weiterentwickelt werden“, so Bacher-Lagler. Denn der Kampf gegen Ungleichbehandlung sei ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Landes: Menschen mit Migrationshintergrund sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Konsumenten und Konsumentinnen. Sie sind die Schüler und Schülerinnen von heute und die Fachkräfte von morgen. „Der soziale Friede in einer Gesellschaft lebt von gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen und von ihren Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Entfaltung“, sagt Bacher-Lagler.

Auf der Tagung diskutierten ExpertInnen der Universitäten Wien und Klagenfurt, des Zentrums für soziale Innovation, der Anti-Rassismus-Organisation ZARA, des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern, der Sinnfabrik, der Gleichbehandlungskommission, des Gleichbehandlungsausschusses im Nationalrat, der Volksanwaltschaft und der Arbeiterkammer über Möglichkeiten, das Gleichbehandlungsgesetz zu nutzen und weiter zu entwickeln.

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0 Kommentare

  • nicht vergessen! die ak hat uns behinderte menschen beim sparpaket verraten und verkauft! es waren und sind die herren tumpel und muhm von der ak-spitze, die als hartnäckige feinde des pflegegelds und des selbstbestimmten lebens behinderter menschen bekannt sind!

  • Obwohl von ca 250 angemeldeten (mostly pragmatisierten) Leuten nicht einmal die Hälfte erschienen sind (anscheinend reichte für die Spesen eine „Brüssler“ Unterschrift) gab es eine Reihe von wortgewaltigen Vorträgen. Als es dann jedoch um Ergebnisse in Sachen Gleichstellung ging, wurden die Worte und Publikum dürftiger und kleinlauter, um letztendlich zugeben zu müssen, dass der gaaanze national und international hochdotierte GlBG-Apparat zig-mal mehr kostet als seine bislang erstrittene Summe:
    100 Euro aus einem (von ZARA&Co unterstützten) Berufungsverfahren: für eine brutalst und buchstäblich aus einem Laden hinaugetretene, chef-geohrfeigte „Kopftuch-Frau“ …