Ansicht Behindertengleichstellungsgesetz

Das neue „Behindertengleichstellungspaket“

Hält es, was es verspricht?

Mit 1. Jänner 2006 wird das so genannte Behindertengleichstellungspaket in ganz Österreich in Kraft treten. Aufgrund der neuen Rechtslage, soll es in Zukunft möglich sein, gegen Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung im Bereich der Arbeitswelt und im Zugang zu Gütern und Dienstleistungen anzukämpfen.

Laut Gesetzgeber soll damit die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gewährleistet und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden.

Ob dieses ehrgeizige Ziel in Anbetracht zahlreicher Übergangsbestimmungen und sehr vager Formulierungen erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.

Welche Lebensbereiche von den Diskriminierungsverboten im Konkreten umfasst sind, welche Handlungsmöglichkeiten bzw. Ansprüche im Falle eines Verbotes bestehen und wie die praktische Umsetzung der neuen Bestimmungen erfolgen wird ist Gegenstand der folgenden Veranstaltungen:

Diskriminierung aufgrund einer Behinderung – Die neuen gesetzlichen Bestimmungen des Behindertengleichstellungs- und Behinderteneinstellungsgesetzes

  • Wien, Jugend am Werk, Landstraßer Hauptstraße 146, 1030 Wien, 27. Sept. 2005
  • Salzburg, Brunauer-Zentrum, Elisabethstraße 45a, 5020 Salzburg, 5. Okt. 2005

Diese Veranstaltungen werden vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte organisiert. Weitere Informationen zu den Programmen finden Sie im Internet.

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung bis spätestens 21. Sept. (Wien) bzw. 28. Sept. (Salzburg) an das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte: Constanze Pritz, workshop.bim@univie.ac.at, Tel: 01 / 4277 34016, Fax: 01 / 4277 27429.

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0 Kommentare

  • Die Behinderten Österreicher kommen heut schon ins Schwitzen, wenn sie an das Gleichstellungspaket denken. Was solls Österreich ist anders, leider!

  • @Wolfgang: Am besten Du besuchst eine Veranstaltung in Graz. Soweit ich gehört habe, gibt es vom Klagsverband eine Veranstaltung im Oktober in Graz.

  • Das ist zwar nett, dass meine Fragen bei den beiden Veranstaltungen beantwortet werden können, nur was tue ich, wenn ich daran nicht teilnehmen kann, weil ich auf Grund meiner Beeinträchtigung diskriminiert werde? Behinderte Frauen und Männer sind in ihrer Mobilität manchmal sehr benachteiligt.

  • Eine Erläuterung, die über den Gehalt der parlamentarischen Materialien hinausgeht, halte ich für sinnvoll. Unklarheiten schaden allen, auch den zur Anwendung „gezwungenen“ Unternehmen, Organisationen etc.

  • Fragen, wie sie von Wolfgang Mizelli aufgeworfen wurden, werden bei den obgenannten Veranstaltungen diskutiert werden können, insb. werden sie auch das Thema der Podiumsdiskussionen sein. Rede und Antwort stehen dabei vor allem Referenten, die als Experten aus der Behindertengleichstellungsbewegung kommen, wie Martin Ladstätter und ich, Michael Krispl. Aber auch Vertreter des Bundessozialamtes werden zu ihrer neuen Funktion als Schlichtungsstelle sprechen.
    Das Versprechen spannende Veranstaltungen zu werden, für deren Organisation dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte herzlich gedankt sei.

  • Was bringt ein Gesetz, das diskriminierende Handlungen erlaubt, wenn sie durch anderer Gesetze gedeckt sind? Was bringt ein Gesetz, bei dem alle Interessen nichtbehinderter Frauen und Männer berücksichtigt wurden und kaum die Interessen behinderter Frauen und Männer? Vor allem wem bringt es etwas? Jemand eine Idee, wem ich diese Fragen stellen kann und eine Antwort bekomme?

    Jemand eine Ahnung warum das Ludwig Boltzmann Institut die Veranstaltungen organisiert? Was qualifiziert dieses Institut, Aussagen über die Diskriminierung behinderter Frauen und Männer zu machen?