Donauturmrestaurant doch bald barrierefrei zugänglich?

Nach etlichen Beschwerden über die Zugangssituation des Donauturmrestaurants wird jetzt an einer Lösung gearbeitet. Es sieht so aus, als käme Bewegung in die Sache.

Donauturm
Rouhani, David

Nach unserem letzten Artikel zum Donauturmrestaurant haben wir den Betreiber des Donauturmes, die Donauturm Aussichtsturm- und Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H, kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten.

Besonders hat uns interessiert, warum im Rahmen eines angeblich mehrere 100.000 Euro teueren Umbaus kein barrierefreier Zugang zum Restaurant geschaffen wird.

Bert Copar, Geschäftsführer des Donauturmes, erklärte uns bei unserem telefonischen Interview, dass es sich bei dieser Summe um die Renovierungskosten nicht nur des Donauturmrestaurants handelt, sondern auch um jene des des Shops sowie des Kaffeehauses. „Ein Umbau bzw. bauliche Veränderung findet nicht statt, deshalb hat sich auch an der Zugangssituation nichts geändert“, so Copar weiter.

Er teilte uns allerdings weiter mit, dass sie „aufgrund mehrmaliger Anfragen von Rollstuhlfahrern pro Monat selbst interessiert daran sind, eine Lösung zu finden. Für die Besucher ist es nicht nachvollziehbar, dass es keinen Lift gibt“.

Am 12. Februar 2013 fand ein Treffen mit Heinz Bartl (Oberstadtbaurat a.D., selbst Rollstuhlfahrer) sowie einer Firma für Treppenlifte statt, die jetzt eine Erhebung der Möglichkeiten durchführt. Das Ergebnis soll in 2 bis 3 Wochen vorliegen.

Man versprach uns zu informieren, sobald es Neuigkeiten gibt. Wir bleiben auf jeden Fall an der Sache dran.

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0 Kommentare

  • @meia: Welche MAs mit eingebunden sind kann ich leider erst nächste Woche nachsehen wenn ich wieder im Büro bin, ich merke mir die ganzen Nummern nicht.

    Meine Kollegin Cornelia Scheuer kann dazu nächste Woche sicher mehr sagen.

    @Lucas Broer: es gibt sogar viele Genehmigungen die unbefristet laufen (von früher noch), aber auch hier werde ich muss man sich etwas überlegen. Es gibt allerdings seit einiger Zeit einen Leitfaden für die Bezirke, wie Schanigärten aufzustellen und zu genehmigen sind (inkl. Barrierefreiheit).

    Mir ist das Thema Schanigartenpodeste auch eine Dorn im Auge.

  • @Markus Ladstädter: Weil du von unkorrekten „neuen“ schreibst – für wie lange werden Genehmigungen erteilt? Besteht bei alten Sündern keine Chance mehr?

    Wenn die Saison wieder beginnt, kann ich gerne Fotos schicken. Das Problem ist halt, dass ich es erst nach dem Aufbau fotografieren kann (und bei neuen erst dann überhaupt davon weiß) – aber die Lokale wiederum bauen die Podeste womöglich erst dann auf, nachdem es bereits so bewilligt wurde. So können wir das Spiel schwer gewinnen. Insofern wären einheitliche Standards (am besten ein generelles Verbot) ein Hit. Sonst wird ja auch jeder Unfug genau geregelt.

  • @Markus Ladstädter: Viel Erfolg! – ich kann konkret nur diesbezüglich von Wien Döbling sprechen – da kennt sich kein „Bezirksschanigartengenehmiger“ sprich Bezirksrat bzw. Bezirksvorsteher oder deren Stellvertreter egal welcher politischer Couleur aus. Meiner Meinung werden wir wieder kräftig verarscht. Da ja die Genehmigter sich diesbezüglich schon seit Prof. Erika Stubenvoll SPÖ (ich denke seit anno 2002) auskennen müssten, sollten… Welche MA´s sind eingebunden?

  • @meia: Ja die Genehmigungen gehen von den Bezirken aus, wir sind sowohl mit mit den Bezirken als auch den zuständigen MAs in Kontakt.

    Wie Schanigärten auszusehen haben weiß „man“ vielleicht schon lange, aber nicht jeder „Bezirksschanigartengenehmiger“ und damit es dann einen halbwegs einheitlich Stand gibt…

    Was mit dem Foto passiert, vielleicht nicht viel, vielleicht schon. Wir wurden jedenfalls gebeten, „unkorrekte“, neue, Schanigärten zu melden.

    Mehr als wenn man nur hier im Forum sudert passiert sicher ;)

  • @Markus Ladstädter: Schanigärtengenehmigungen sind Bezirksangelegenheit – und wie Schanigärten auszusehen haben weiß man schon seit langem. Wenn Behindertenpolitik nicht schon in den Wiener Gemeindebezirken ernst genommen wird, haben Meldungen an die diversen Magistratsabteilungen gar keinen Sinn. Ich kenne vorbildliche Schanigärten, die „maßgeschneidert“ mit der Gehsteigkante abschließen. Ebenso gibt es Schanigärten, die nie und nimmer genehmigt werden hätten dürften… Dann mach ich ein Foto, schicke es BIZEPS und was passiert dann?

  • @Lucas Broer: Ja die Schanigartenpodest in den diversen nicht barrierefreien Ausführungen sind uns auch ein Dorn im Auge. Wir sind seit einiger Zeit mit den zuständigen Magistratsabteilungen in Gesprächen und Arbeitsgruppen und es wurde ein Leitfaden erstellt wie Schanigärten auszusehen haben, damit sie bewilligt werden.

    Das sich nicht jeder daran hält, bzw. dass es noch Verbesserungsbedarf gibt, steht außer Zweifel.

    Man kann mir auch gerne Informationen zu (neuen) Schanigärten schicken, die eine Podest haben aber keine Rampe. Ich werde die Beschwerde dann weiterleiten.

  • wenn es seit Jahrzehnten möglich ist, am Donauturm in luftige Höhen zu fahren, kann das doch nun wirklich kein Problem sein!

  • (C) Lucas Broer: Ich würde überhaupt Podeste bei Schanigärten verbieten!
    Weiters regt mich in der Zwischenzeit auf, daß alle barrierefrei zugänglichen Tische mit Absperrungen versehen werden, wie zum Beispiel das Segafredo in der SCS, das Cafe Illy in der Millennium City, usw.
    Das Engagement, das Donauturm-Restaurant barrierefrei zu machen finde ich toll, allderdings weiß ich, das zuständige Stellen meinen, es reicht, wenn man auf die Aussichts-Plattform kommt.

  • Euren Kampf für das Donauturmrestaurant in allen Ehren – aber es ist halt nur ein einziges Lokal. Andererseits wurden in Wien in den letzten Jahren dutzende bis hunderte Lokale mutwillig unzugänglich gemacht – durch die Schanigarten-Holzpodeste. Man sollte die Energien vielleicht besser darauf konzentrieren, die Stadt dazu zu bringen, diese schwachsinnige Provokation generell zu verbieten. Verpflichtende Rampen auf die Podeste wären ein Mini-Fortschritt, aber das Sitzen wäre trotzdem sehr beengt und schwierig.