Erster europaweiter grüner Barrierefreiheitstest in Wien

Europäische Grüne initiieren "Green European Wheelchair Survey", um Barrierefreiheit zu thematisieren

Test: Wie barrierefrei ist Wien - mit Birgit Hebein
GRÜNE

2012 wird das europäische Barrierefreiheitsgesetz beschlossen, im Vorfeld organisieren die Europäischen Grünen einen „Barrierefreiheitstest“, um auf Hindernisse für Menschen mit Behinderung(en) im öffentlichen Raum hinzuweisen.

Mehr als 15 Städte in Österreich, Belgien, Finnland, Deutschland, Holland und Großbritannien werden rund um den 16. Juni Barrieren unter die Lupe nehmen. Damit sind die Europäischen Grünen die erste politische Gruppierung die Barrierefreiheit zum europaweiten Thema macht. Die Grünen Wien nehmen an diesem Barrierefreiheitstest teil und testen verschiedene Institutionen und Einrichtungen auf Barriefreiheit. (Fotos auf Flickr)

„Barrierefreiheit gezielt anzusprechen, ist ein wichtiger erster Schritt und schafft gerechtere Chancen für alle Menschen. Sei es mit oder ohne Mobilitätseinschränkungen“, so Sozialsprecherin Birgit Hebein von den Grünen Wien.

Birgit Meinhard-Schiebel, Sprecherin der Grünen SeniorInnen, präzisiert: „Gerade in einer alternden Gesellschaft ist es notwendig, verstärkt auf gute Erreichbarkeit und Zugänglichkeit im öffentlichen Raum zu sehen. Jedes Geschäft, jeder Betrieb und jede Einrichtung die für alle selbständig zugänglich sind, erhöhen den Handlungsspielraum bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu leben.“

Rund 80 Millionen Menschen in der EU leben mit Behinderung(en). Die Barrieren, die ihnen die Gesellschaft entgegen bringt, etwa Zugang zu Bildung oder Arbeit, führen vielfach zu Ausgrenzung. Niedrigere Erwerbsbeteiligung und geringere Bildungsabschlüsse führen zu einer um 70% erhöhten Armutsgefährdung für Menschen mit Behinderung(en).

Die europäische Aktion zielt auf zweierlei ab: ein Nachdenken über Barrieren zu erreichen und Druck auf die Europäische Kommission vor der Beschlussfassung des europäischen Barrierefreiheitsgesetzes zu machen. Dieses bietet die einmalige Chance, europaweit Standards für den Zugang zu Konsumgütern, Dienstleistungen und öffentlichen Gebäuden zu definieren. Beispielsweise könnten technische Hilfsmittel, wie Rollstühle oder elektronische Lesegeräte leichter in der gesamten EU vertrieben werden. Dies würde sich positiv auf den Preis auswirken.

„Die Europäischen Grünen möchten, dass alle arbeiten, ausgehen, einkaufen und Spaß haben können, unabhängig von einer Behinderung. Dazu ist die Barrierefreiheit des öffentlichen Raums entscheidend „, erläutert die Europapolitische Sprecherin der Grünen Wien und Vorstandsmitglied der Europäischen Grünen Partei, Monika Vana.

Video vom Test

Videobeschreibung: „Die Grünen Monika Vana, Birgit Hebein und Birgit Meinhard-Schiebel setzten sich selbst in den Rollstuhl und testeten Wien.“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Unfreiwilliger und eindeutiger gehts wohl nicht mehr, jahrzehntelaaang unterlassene Hilfeleistung und Barrierenpraxis darzustellen — zwischen Sek 30 und 40 wird zweifelsfrei demonstriert was „BARRIERE“ für die GrandInnen der Wiener GrünInnen bedeuitet:
    Politisches Vehikel! Ausbeutung von Behinderung! NullBock auf Otto Bock!

  • @immerwiedergrüsstdasmurmeltier: Diese Aktion finde ich gut, richtig und wichtig! – Und dass keine „Profis“ einen Rollstuhl kippen können ist auch – wie im wirklichen Leben… – Oder wollen Sie eine „österreichweites Training“ für Persönliche Assistenz initiieren? Zum Video: Es ist kurz und erfüllt den Zweck – Es geht darum Barrieren in Wien aufzuzeigen – und dies ist gelungen – Es gibt allerdings noch viel bessere Beispiele um in Wien Barrieren aufzuzeigen …

  • ist ja nett gemeint… die musik und dramaturgie weckt viele assoziationen…. UN-konvention und die durchsetzung von rechten verbindet man da nicht… bitte, liebe grünen politikerInnen (und andere natürlich auch), bringt kraftvolle anträge und aktionen im gemeindarat, landtag, nationalrat und lasst euch bei öffentlichkeitsarbeit von profis beraten – zumindest jedoch coachen, wie man als schieberin einen rollstuhl über 3 cm randstein bringt – denn die unsäglichen diskussionen diesbezüglich braucht keine/r mehr, das hatten wir in den 80ern…