Faire Assistenz – eine Kampagne in Deutschland

Die Situation auf personelle Hilfen (Assistenz) angewiesener, behinderter Menschen ist nach wie vor nicht akzeptabel.

Viele leben unterversorgt zuhause oder gegen ihren Willen in Einrichtungen. Ambulante Dienste bieten selten ein Angebot, das die Selbstbestimmung der betroffenen Menschen ermöglicht.

Fremdbestimmung ist jedoch in der Regel mit Verlust oder zumindest großer Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Wer zur Finanzierung der Hilfeleistungen auf die Sozialhilfe angewiesen ist, muß selbst bei qualifizierter Berufstätigkeit ein Leben auf Sozialhilfeniveau fristen.

Die aktuelle Gesetzgebung ermöglicht zwar auch jetzt schon das Leben mit persönlicher Assistenz z. B. im Rahmen des Arbeitgebermodells. Doch werden die Gesetzestexte von den Kostenträgern häufig mißbräuchlich interpretiert. Daher müssen viele behinderte Menschen ihre Rechte in langwierigen Prozessen erst vor den Gerichten einklagen.

Mit der Kampagne „Faire Assistenz“ wollen das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen, ForseA, sowie rund vierzig unterstützende Organisationen zum Einen die Missstände anprangern und zum Anderen die PolitikerInnen auffordern, in der kommenden Legislaturperiode gesetzliche Regelungen für eine faire Assistenz zu schaffen.

Wichtige Punkte dabei sind unter anderem die Wahlfreiheit, wie die Assistenz organisiert werden soll, die individuelle Bedarfsdeckung, das Recht auf weibliche Assistenz für Frauen (und natürlich männliche für Männer), sowie einkommens- und vermögensunabhängige Leistungen. Die Höhe der finanziellen Leistungen soll zudem eine tarifliche Entlohnung der AssistentInnen ermöglichen.

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