FPÖ-Hofer: Behinderte: Kündigungsschutz lockern – nicht in bestehende Arbeitsverhältnisse eingreifen

Forderung nach progressiver Ausgleichstaxe

Norbert Hofer
FPÖ

Der Behindertensprecher der FPÖ, NAbg. Norbert Hofer, sprach sich heute dafür aus, das Modell Vogets zu unterstützen. Der Behindertenvertreter Klaus Voget vom Zivil-Invalidenverband habe heute eine Lockerung des Kündigungsschutzes für behinderte Angestellte gefordert, was sich laut Hofer aufgrund vieler Bedenken von Unternehmen nur positiv auf Beschäftigungsquote von Behinderten auswirken würde.

Deshalb werde diese FPÖ auf jeden Fall bei der Umsetzung dieser Maßnahme mitziehen. Der freiheitliche Behindertensprecher erklärte aber zugleich, dass nicht in bestehende Arbeitsverhältnisse eingegriffen werden solle.

Außerdem fordert Hofer, gleichzeitig das Modell einer progressiven Ausgleichstaxe umzusetzen. Das System derzeit sehe vor, dass große Unternehmen aufgrund der bestehenden Regelung bei den Ausgleichszahlungen überhaupt keine Behinderten einstellten. Um dem entgegenzuwirken habe sich die FPÖ bereits auf parlamentarischer Ebene stark gemacht, erklärte Hofer. Details unter.

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0 Kommentare

  • Diese totale Kehrtwendung der Parteilinie der Freiheitlichen ist hoch erfreulich, vorallem hinsichtlich freiheitlicher Aktivitäten 1938-1945!
    Es bleibt zu hoffen, daß sie sich nun auch bei anderen Themen endlich bekehren und eines Tages etwas zum Wohle der Republik tun werden. Zeit wäre es, daß auch von dort einmal etwas positives kommt.

  • Der erhöhte Kündigungsschutz macht Menschen mit Behinderung keineswegs unkündbar. Allerdings brauchen ArbeitnehmerInnen mit Behinderung besondere Schutzbestimmungen zu Erhaltung ihres Arbeitsplatzes, da für sie der Wechsel des Arbeitsplatzes ungleich schwieriger ist“.
    Die Aufhebung des Kündigungsschutzes für behinderte Menschen sei schon lange ein Wunsch der Wirtschaft, den sie mit der Verbreitung von Vorurteilen durchzusetzen versuchte, zudem sei in den vergangenen Jahren der Kündigungsschutz auf Drängen der Wirtschaft durch die Novellierung des Behinderteneinstellungsgesetztes massiv gelockert worden. Leider ist es ist viel einfacher, die Ausgleichstaxe aus der Portokasse zu bezahlen, Menschen mit Behinderung aus dem Erwerbsleben und somit ins Out zu drängen. Von Integration und Chancengleichheit kann man leider nur Träumen.
    Mann sollte einmal im Sinne einer guten Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung die Anhebung der Ausgleichstaxe um ein vielfaches erhöhen. Der besondere Kündigungsschutz für Menschen mit Behinderung hat gerade wegen der geänderten Arbeitsbedingungen (minimaler Einsatz, maximaler Gewinn) weiterhin seine volle Berechtigung. Betrüblich ist, dass Arbeitgeber Menschen mit Behinderung vielfach nicht einmal die Chance geben, ihre Fähigkeiten und Qualifikationen zu beweisen.
    mfg
    Siegfried