„Geheim-Enquete“ zur schulischen Inklusion

Bürgermeisterin setzt sich über Gemeinderat hinweg

Goldene Dachl in Innsbruck
BIZEPS

Morgen Freitag veranstaltet die Stadt eine Enquete zur Frage, ob Innsbruck eine neue Sonderschule braucht oder im Zeichen der „inklusiven Schule“ – wie von der UN-Konvention, die Österreich unterschrieben hat, gefordert – ein „sonderpädagogisches Zentrum“ als Service-Einheit für die Inklusion an allen Schulen eingerichtet werden soll. „Der Gemeinderat hat die Durchführung dieser Enquete vor Baubeginn der Sonderschule beschlossen. Die Bürgermeisterin aber straft nun diese Gemeinderatsmehrheit mit Missachtung“, meldet sich der GRÜNE Klubobmann Gerhard Fritz zu Wort.

„Bis heute hat der Rathauspressedienst die Veranstaltung nicht angekündigt und keine MedienvertreterInnen geladen“, ärgert sich Fritz: „Vor den Behindertenorganisationen und den Betroffenen wird geheimgehalten, dass öffentlich mit ExpertInnen über die inklusive Schule diskutiert wird.“ Gleichzeitig wurden andere Veranstaltungen wie die Verleihung des Umweltpreises angesetzt, „das bedeutet die Bürgermeisterin und die Mitglieder des Stadtsenats sind herzlich eingeladen auf die Enquete zu pfeifen, die geladenen ExpertInnen zu ignorieren und zu anderen Veranstaltungen zu gehen.“

„Die Bürgermeisterin könnte nicht deutlicher klarmachen, dass sie auf die Mehrheit des Gemeinderats und die ‚inklusive Schule für alle‘ keinen Wert legt“, so Fritz.

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  • Faktische und taktische Menschenrechtsignoranz.