Gehrer: Behinderten Kindern ist bestmögliche Ausbildung zu geben

Festlegung der Integrationsschwerpunkte für die kommenden Jahre

Elisabeth Gehrer
ÖVP/Markus Hammer

Verwundert zeigte sich Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer über die Presseaussagen des Vereins „Integration Österreich“, die bereits vor der am 19. Mai 1999 um 12.00 Uhr anberaumten Sitzung gemacht wurden.

„Bei dieser Sitzung wurde mit den zuständigen Fachbeamten in konstruktiver Weise eine gemeinsame Vorgangsweise besprochen. Als Zielsetzung wurde festgestellt, daß es das Anliegen aller ist, behinderten Kindern eine bestmöglichste schulische und daran anschließende berufliche Ausbildung zu geben“, so Gehrer.

Vom zuständigen Sektionschef im Unterrichtsministerium, Dr. Anton Dobart, wurde in einem Überblick auch die international beachtliche Entwicklung der Integration dargestellt: An der Volksschule gibt es derzeit 6.400 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die integriert sind, an der Hauptschule 4.300. Das entspricht einem Verhältnis von 42,3 % Integrationsschülern zu 57,7 % Kindern, welche in der Sonderschule eine gute Bildung erhalten.

Bei der Besprechung im Ministerium wurden die Schwerpunktarbeiten für die kommenden Jahre festgelegt. Es wird eine Evaluierung der Integration in der Volksschule in Auftrag gegeben. Weiters werden die neuen Bestimmungen zur Eingangsstufe auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. Ein besonderes Augenmerk soll der Schnittstelle Schule/Beruf gewidmet werden.

Es wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, welche die Möglichkeiten der Berufsorientierung und der Berufsausbildung in einem 9. und 10. Schuljahr aufzeigen soll. Es ist rechtlich gewährleistet, daß sinnesbehinderte und körperbehinderte Kinder bei vorhandener Eignung in berufsbildenden mittleren und höheren Schulen integriert werden. Für diese Integration und die dazu notwendigen Begleitmaßnahmen werden vom Ministerium zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt.

Gehrer: „Es wird auch in Zukunft gesichert sein, daß Lehrer, welche in der Integration tätig sind, die notwendige Betreuung und Fortbildung durch die Pädagogischen Institute und Sonderpädagogische Zentren erhalten.“ Zur Lehrerbildung führte die Ministerin aus:

„Im Rahmen der Lehrerausbildung an den Pädagogischen Akademien ist selbstverständlich Vorsorge getroffen worden, daß der integrative Unterricht in die Ausbildung miteinbezogen wird. Alle zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer erhalten Grundinformationen zur Integration und absolvieren auch Teile der Schulpraxis in Integrationsklassen.“

Gehrer wies noch darauf hin, daß bei den von den Pädagogischen Akademien im Rahmen des Akademien-Studiengesetzes zu erlassenden neuen Studienplänen der Förderung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen besonderes Augenmerk geschenkt wird.

Ministerin Gehrer betonte, daß ihr ein gutes und sachliches Arbeitsklima mit allen Elternorganisationen ein besonderes Anliegen ist. Es wurde deshalb vereinbart, daß unter Federführung von Sektionschef Dr. Anton Dobart die einzelnen Fachfragen bearbeitet werden, wobei jeweils betroffene Elternvertreter aus verschiedenen Vereinen in die Beratungen eingebunden werden.

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