Gemeinnützige Tiroler Wohnbauträger halten Fahrstühle für verzichtbaren Luxus

Dabei müsste es mittlerweile allen klar sein: Barrierefreies Bauen heißt menschengerechtes Bauen, weil es allen zu Gute kommt.

Ortschild mit Aufdruck Tirol
BilderBox.com

Erst bei Gebäuden mit 4 und mehr Geschoßen sollten sie verpflichtend sein, haben sie dieser Tage gefordert.

Barrierefreies Bauen heißt menschengerechtes Bauen, weil es allen zu Gute kommt, nicht nur Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Menschen, auch Personen, die einen Kinderwagen schieben, solchen, mit einem temporären Handicap und jenen, die schwere Einkaufstaschen in obere Stockwerke schleppen müssen.

Für sie alle sind Wohnhäuser ohne Lift ein ernsthaftes Problem. 10 Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens gelegentlich oder dauerhaft auf einen barrierefreien Zugang zu ihren Wohnräumen angewiesen, für 100 Prozent aber ist er komfortabel und steigert die Lebensqualität.

Ganz zu schweigen von der zunehmenden Zahl älterer Menschen, denen das Wohnen in höheren Stockwerken nicht mehr möglich ist, weil ein Fahrstuhl fehlt. Da ist dann die Übersiedlung in ein Heim oft der einzige Ausweg.

Wer angesichts all dieser Fakten fordert, die Zahl der Wohnhäuser mit Lift zu reduzieren, handelt nicht im öffentlichen Interesse, sondern schlicht und einfach verantwortungslos. Nicht weniger, sondern mehr Wohnungen, die für alle Menschen zugänglich sind, brauchen wir.

Damit diese Einsicht sich überall durchsetzt, muss wohl noch so manche Barriere in den Köpfen überwunden werden.

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0 Kommentare

  • Die gemeinnützigen Wohnbauträger setzten ihren Anschlag auf den barrierefreien Wohnbau in Österreich fort. Nach Oberösterreich und Salzburg ist nun Tirol an der Reihe!
    Diesem Ansinnen muss Widerstand entgegengesetzt werden.