Graz: Kulturhauptstadt für alle Menschen?

Die Stadt Graz wird im Jahr 2003 die Kulturhauptstadt Europas sein.

Rund um dieses Vorhaben ist nun eine Diskussion darüber entbrannt, ob Graz diese einmalige Chance ergreifen und eine Kulturhauptstadt – für alle behinderten und nichtbehinderten Menschen – werden wird.

Denn derzeit ist Graz eine Kulturstadt mit massiven Beschränkungen. Kaum eine der zahlreichen Kulturstätten ist für behinderte Menschen zugänglich, wie unlängst vom „Club Mobil“ im Zuge einer Erhebung festgestellt werden mußte.

„Graz als europäische Kulturhauptstadt wird … auch daran gemessen werden, wie gut es ihr gelingt, auf diesem Gebiet einen internationalen Standard aufzuweisen.“

Dies wird in einem Konzept festgehalten, das von den namhaften Fachleuten der Betroffenen aus dem Raum Graz erstellt wurde und in dem die Zugänglichkeit aller bestehenden und neuen Kulturbauten und Veranstaltungsstätten in Graz gefordert wird.

Das umfassend aufgebaute Konzept schlägt u. a. weiters vor:

  • die Verknüpfung der Vergabe von Subventionen an eine barrierefreie Ausgestaltung von Projekten,
  • Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur (Öffentlicher Personennahverkehr, Informationen über zugängliche Gastronomie und Hotellerie),
  • Aufnahme von Informationen für behinderte Menschen in alle Programme und Infos und
  • eine geeignete Zurverfügungsstellung des Programmkatalogs für sehbe-hinderte und blinde Menschen.

Generell wird festgestellt, daß es eine Diskriminierung bedeutet, wenn behinderten Menschen der Zugang zu kulturellem Leben verwehrt wird.

Eine ganz eindeutige Sprache spricht dazu das am 14. August 1997 in Kraft getretene Benachteiligungsverbot in Artikel 7 der Bundesverfassung:

Die der Öffentlichen Hand hier ausdrücklich aufgetragene Herstellung der Gleichbehandlung verpflichtet die Stadt Graz (und das Land oder den Bund als Subventionsgeber) dazu, für die Zugänglichkeit aller Angebote Sorge zu tragen.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.